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Die Nutzpflanzen unserer Kolonien und ihre wirtschaftliche Bedeutung für das Mutterland / von D. Westermann ... Tafeln ... gez. von K. Bock
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Ölpalme (Forts.) Kokospalme^

Palmöl für 3765 000 Mk. Palmkernöl 103000

Palmkerne__ 34 301000

Zusammen 38169000 Mk.

(Davon wurden wieder ausgeführt nach anderen euro­päischen Ländern und Nordamerika an Palmkernöl für 11 Millionen Mk.).

g 0 1 Die Ausfuhr unserer Kolonien betrug 1906 aus

a.

b.

Kamerun:

Palmkerne

Palmöl

Togo:

Palmkerne

Palmöl_

Zusammen

2000000 Mk.

1907:

2854000 Mk.

1000000

1907:

1328000

680000 Mk.

1907:

981000 Mk.

180000

1907:

418000

3860000 Mk.

1907:

5 581000 Mk.

Kokospalme

(Tafel 18).

Die Kokospalme (Cocos nucifera) ist wie die Öl­palme ein Baum der Tropen. Ihre Heimat ist wahrschein­lich das südliche Amerika; sie hat sich aber von da fast über das ganze Tropengebiet verbreitet, sehr oft wohl ohne Zutun der Menschen; da sie nämlich am besten am Meeresufer gedeiht und daher hier auch am häufigsten vorkommt, werden ihre Früchte leicht durch die Meeres­strömung an fremde Gestade getrieben und pflanzen sich dort fort. Ein warmes, sonniges Seeklima sagt der Kokos­palme am besten zu. Besonders auf den Inseln der Südsee wächst sie ausgezeichnet. Doch gedeiht sie auch gut an den Küsten Südamerikas und des tropischen Asien und Afrika. Im Binnenlande ist ihr Anbau selten einträglich.

Die Kokospalme hat einen bis 20 m langen, schlanken Stamm, der aber meist von der starken Seebrise etwas gebeugt ist. Die Blattwedel und die einzelnen Blattfiedern sind stärker als die der Ölpalme. Männliche und weib­liche Blüten sitzen an demselben Blütenstande. Aus den weiblichen entwickeln sich die Früchte, die ausgewachsen manchmal kopfgroß sind. Die Kokospalme zeigt oft an demselben Baum gleichzeitig fast alle Entwicklungsstufen der Fruchtbildung von der Blüte bis zur ausgewachsenen Nuß. Die Frucht besteht aus einer glänzend grünen Haut, einem dicken, faserigen Gewebe und der steinharten,

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