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in der allerneuesten Zeit auch in Kamerun bewähren sollte. Es waren Sudanesen, die Hauptmann Morgen in Ägypten angeworben hatte. Zusammen mit Wey- Leuten wurden sie zu einer Schutztruppe organisiert, die bald nach ihrer Gestaltung unter Hauptmann Morgens Führung gegen die aufrührerischen Miangesen ins Feuer geführt wurde.
Daß später ein Theil dieser Sudanesen entlassen worden ist, erscheint dem Verfasser nach seinen Erfahrungen als eine Übereilung von Seiten des Gouvernements Kamerun, denn gut ausgewählte Sudanesen bilden ein Soldatenmaterial, das über jeden Zweifel erhaben ist.
Im vergangenen Jahr ist nun auch die kleine Truppe von Kamerun in eine kaiserliche Schutztruppe umgewandelt worden, die jetzt unter dem Kommando des Rittmeisters von Stetten steht und vorläufig auch für stark genug erachtet wird, um etwaige aufrührerische Gelüste mancher Häuptlinge des Kamerungebiets rasch und energisch zu unterdrücken.
5. Die Forschungsrrprditionen im Kmnrrungclnrt
Als der kaiserliche Reichskommissar in Belltown die deutsche Flagge hißte und Kamerun unter deutsche Schutzherrschaft stellte, dehnte sich diese Schutzherrschaft eigentlich über eine tsrra incoAuita aus. Als etwas später die Vertreter verschiedener Staaten die Grenzen der einzelnen Schutzgebiete auf der Karte vereinbarten, waren diese mit ihren vereinbarten Grenzen auch nur mehr oder weniger allgemeine geographische Begriffe. Man teilte die Gebiete einfach nach ihrer geographischen Lage auf der Landkarte ein und nahm als Grenzen bestimmte bekannte Merkmale: etwa eine bekannte
größere Stadt, die Mündung eines Flusses oder auch einen geographischen Längen- oder Breitengrad. Nach