Überreste des ausgezeichneten und mutvollen Forschers exhumiert und in Kamerun zu dauernder Ruhe beigesetzt. Ein schönes Denkmal bezeichnet die Stätte, wo Gustav Nachtigal sein Grab gefunden hat.
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Die unruhige Zeit der ersten Wirren war glücklich überstanden, und wieder herrschten friedliche Verhältnisse in den Faktoreien und Dörfern am Kamerunfluß. Trotzdem stellte es sich doch bald immer klarer heraus, daß eine bloß konsularische Vertretung des Reiches nicht genügt, und daß die junge Kolonie einer strafferen Verwaltung bedarf, eines Gouverneurs, der mit weitesten Vollmachten ausgerüstet, auch über eine größere Macht als ein Konsul verfügen und größeren, tiefergehenden Einfluß ausüben mußte. So wurde denn der bisherige Konsul in Petersburg und spätere Gouverneur von Ostafrika, Freiherr vonSoden, zumGouverneur von Kamerun ernannt und ihm der Referendar von Puttkamer — ein Sohn des ehemaligen Ministers — als Kanzler beigegeben. Am 4. Juli 1885 fand dann die feierliche Einführung des Gouverneurs in sein Amt statt.
Man weiß, daß Freiherr von Soden fünf Jahre hindurch als Gouverneur in Kamerun thätig gewesen ist. Er hat sich während dieser — für das Kameruner Klima sehr langen Zeit — große Verdienste um die junge Kolonie erworben. Obgleich ihm nur minimale Mittel zur Verfügung standen, gelang es ihm doch, eine geordnete Verwaltung in der Kolonie zu schaffen und die Verhältnisse so zu regeln, daß die Kolonie durch Erhebung von Zöllen und Steuern die Verwaltungskosten — ohne Zuschuß — selbst decken konnte. Seiner Thätigkeit war es zu verdanken, daß gesicherte friedliche Verhältnisse im Verkehr zwischen den Europäern und