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Die Ewe-Stämme : Material zur Kunde des Ewe-Volkes in Deutsch-Togo / von Jakob Spieth
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4. Kapitel: Öffentliche Bekanntmachungen und Erbschaftswesen.

I. Bekanntmachungen.

Die Bewohner eines bestimmten Stadtteils sind Ausscheller. Wenn sich etwas ereignet, so schellen sie es aus. 1 ) Wenn jemand von einer Schlange gebissen wurde, wenn sich sonst ein Unglück ereignete, oder wenn dem tro geopfert werden soll, so schellen sie aus, daß niemand irgend wohin gehen dürfe. Sie bleiben zwei bis vier (einheimische) Wochen (also 8 bis 16 Tage) zu Haus, bevor sie wieder auf den Acker gehen.

Wenn sie etwas bekannt machen, so zählen sie die Namen aller großen Götter auf; denn man glaubt, daß diese Götter zornig seien, weshalb sich (auch) das Unglück ereignet habe. Sie opfern denselben, ehe sie ihre Arbeit wieder aufnehmen. Geht in diesen Tagen jemand auf den Acker, so wird er bestraft.

II. Das Erbschaftswesen.

1. Vererbung des königlichen Eigentums.

An der königlichen Regierung haben in Matse zwei Familien An­teil. Die Nachkommen zweier Frauen wechseln in der Regierung mitein-

I. Gadoclo.

Wodo koa de hon woawo nye ganu- awo; cimesiawo doci ga ne nyaa de dzo. Ne da du ame, nya vöa de dzo alö wole tronii wo ge la, wodoa ga bena, amesiame megayi afia deke o. Wotsia awe abe asi eve ene haß gute kplea boivo dede.

Ne wole ga dorn la, woyoa trö gäioo hlea wowe nko dekadeka. Flabena ivobu bena , trosiawo bi dzi, eyata ale nya siawo dzo. Wodea dza na wo haß dea asi dgwoioo nie. Ke ne amea de de bowo le nkeke siawo dzi la, wowlene.

II. Domenyinyi.

1. Fianuwo domenyinyi.

Fiadudu le Matse de akpa eve me. Nydnu eve we wome nga li dorn fiadudu la. Ne nyonu gbätg we wome

') Vergl. 8. 109, 4 und Bild 8. 496.