3. Kapitel: Arbeiten der Matseer.
I. Die Arbeit der Männer.
A. Beschreibung im allgemeinen.
Die Beschäftigung der Matseer war von alters her bis heute Ackerbau, Mattenflechten, Hausbau, Jagd und Schmiedearbeit.
Früher wurden in JMatse nicht so viele Matten geflochten wie gegenwärtig. In diesem Stamm hatte früher jeder Stadtteil seinen besonderen Beruf. Einige waren Schmiede, die Schwerter, Hacken, Ringe und Ketten schmiedeten; andere schmiedeten nur Messinggegenstände, und noch andere machten Schmucksachen. Andere Stadtteile waren Jäger, die immer im Busch lebten; nur ein Teil waren Ackerleute.
Aber nach dem Asante krieg ging das Meiste davon unter ihnen verloren, und die ganze Stadt betreibt jetzt das Mattenflechten; denn sie meinen, daß sie damit mehr Geld verdienen. Auf den Ackerbau verwenden sie gar keine Sorgfalt mehr. Wenn die Felder bestellt werden, legen sie sich nur kleine Acker an, weshalb auch der Hunger ihre Stadt nie verläßt. Schon zwei bis drei Monate nach dem Yamsfest gehen ihre Frauen mit Holztellern auf dem Kopfe in andere Städte, um Yams zu kaufen. Die Einwohner von Taviewe betreiben das Mattenflechten und den Ackerbau fleißig, deswegen ernähren sie auch noch die Matseer. 1 )
Weil die Matseer nicht gerne Ackerbau treiben, gibt es in dem Stamm auch nicht viel Speise. An dem Tag, an dem sie zu Hause bleiben, kann man sie bis zum Nachmittag auf der Straße sehen, wo sie schlechte Unterhaltung pflegen und lachen. Wenn sie wissen, daß jemand Palmwein macht, gehen alle auf den Palmweinplatz, um Palmwein zu trinken; Palmwein und Branntwein schmecken den Einwohnern dieses Stammes sehr. Ein Mann vermag an einem einzigen Tag zwölf Kalebassen zu trinken; deshalb kann ein Fremder in diesem Stamm keinen Palmwein kaufen.
B. Feldgeschäfte.
1. Der Yamsbau. a. Die Rodung des Waldes.
Bevor jemand seinen Acker bestellt, muß er zuerst den Wald lichten, dann die Waldbäume abhauen und, wenn das Holz dürr geworden ist, es
’) D. h. die Tavieibeer können auch noch Matse mit Nahrungsmitteln versorgen.