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Die Ewe-Stämme : Material zur Kunde des Ewe-Volkes in Deutsch-Togo / von Jakob Spieth
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1. Kapitel: Geschichte.

I. Stammsitz, Wegzug und Gründung ihrer Heimstätten.

1. Stammsitz.

Man sagt, der Stammvater der Maises? gehöre keinem anderen Volke an, sondern stamme direkt aus Amedzowe. Dort wohnten früher die Vor­fahren der Matsee r und Akivamite r. Als sie weggezogen waren, blieb der Stammvater der Matsee r zurück, weil er Hunger hatte. Es wird erzählt, als er auf einen gewissen Berg gekommen sei, habe er gesagt, er wolle unreife Palmnüsse (anane) essen, bevor er weiterziehe. Der Stammvater der Akivamue r habe ihn dann verlassen und sei an den Volta weitergezogen. Der Berg, auf dem der Stammvater der Matsee r zurückgeblieben war, erhielt deswegen den Namen Anane berg.

Manche Leute sagen aber, daß der Stammvater der Matsee r früher westlich vorn Volta gewohnt habe, bevor er hierher gekommen sei.

2. Wegzug.

a. Veranlassung dazu.

Ein Mann hatte drei Kinder, zwei Söhne und eine Tochter. Die Kinder der Tochter bekriegten fortwährend die Kinder der Söhne; deswegen sagte der Ältere zu seinem jüngeren Bruder:Ich will wandern und einen Wohnsitz suchen, damit wir Ruhe haben vor den Belästigungen und dem Krieg. Beide flohen von ihren Brüdern (Verwandten) und kamen auf den Anane berg, wo sie blieben. Der Ältere, der gesagt hatte:Wir wollen wandern und einen Wohnsitz suchen, ist der Stammvater der Matsee r. Darum werden seine NachkommenKinder des Matsa 11 genannt. Der jüngere Bruder aber ist der Stammvater der JSfusitae r und der Avemee r. Früher waren die Matsee r, die Nusitaev und die Avemee r ein Volk und waren Brüder.

Der Name des Vaters der Matseev , der auch in ihrem Stammsitz gewohnt hatte, war Kpebidoe. Kpebidoe beauftragte die Matsee r, sie sollten ihm einen Bohnenacker anlegen. Als sie vorn Feld zurückgekehrt waren, gab er ihnen nichts zu essen. Er und seine Frau verweigerten den Arbeitern die Speise und aßen die bereitgestellten Bohnen selbst. Am nächsten Morgen schickte er sie wieder. Sie gingen, vergruben aber ihre Werkzeuge im Sand und kehrten dann wieder nach Hause zurück. Als er sie aber immer noch weiter belästigte, wurden sie böse und Dzonu, Sohn des Kpebidoe, veranlaßte sie, ihn (Kpebidoe) zu verlassen.