Akoviewe.
Einleitung.
Der Name Akoviewe kommt von dem Namen Akoe. Akoe war der Stammvater der Akoviewee r, der ihre Stadt angelegt hatte. Ihm nach wurde die ganze Stadt „Stadt des Akoe“ oder Akoeviwo we kowe, d. h. „Weiler der Söhne Akoe s“, genannt. Akoviewe besteht aus drei Städten; dieselben sind: Atsiati, Gaclza und Avenui. Atsiati und Toko bilden zusammen eine Stadt; die Leute geben ihr deswegen auch den Beinamen Atsiati gbo lebe, d. h. „Atsiati, die lange Stadt“. In dieser Stadt lebte ein Mann, namens So, der für die Einwohner dieser Stadt einen besonderen Kultus einrichtete. Der Name ihres Gottes, trö, ist Anyadi.
1. Kapitel: Der Mensch.
I. Geburt, Namengebung und Kindererziehung.
1. Geburt.
Eine gut verlaufende Geburt ist eine solche, bei der nicht viele Menschen zu Hilfe kommen müssen, bei der die Gebärende nicht viele Schmerzen auszustehen hat, und von der man nichts hört. Ihrem Gebrauch gemäß waschen sich die Geburtshelferinnen die Hände in einer besonderen Medizin. Dieselbe wird hergestellt aus flatogä und ma dze. Erst, wenn sie sich mit der Medizin die Hände gewaschen haben, dürfen sie Maiskorn rösten. Würden sie diese Arbeit mit ungewaschenen Händen tun, so würde das Kind krank werden. Sobald das Kind geboren ist, werden ihm Baumwollfäden mit Haaren vorn Eichhörnchen, Federn vorn Stundenvogel, sowie Bast von der Raphiapalme um alle seine Gelenke gebunden, damit es von nichts Bösem befallen werde und am Leben bleibe. Will irgend jemand das Kind auf die Arme nehmen, so muß er seine Hände vorher in dieser Medizin waschen. Die Wöchnerinnen haben den Gebrauch zu beobachten, daß sie nicht mein- auf dem Sitz des Landesstuhles sitzen dürfen; sie müssen denselben umkehren und auf dessen breitem Fuße sitzen. Dem Vater eines neugeborenen Kindes ist kein anderer Gebrauch vorgeschrieben als der, daß er nicht auf dem Acker hacken darf, bevor der Nabel des Kindes abgefallen ist.