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Weltpolitisches : Beiträge und Studien zur neueren Kolonialbewegung / von Alfred Zimmermann
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Aus dem Bereiche britischer Überseexolitik.

mit England etwa wegen China oder der orientalischen und innerasiatischen Angelegenheiten zum Bruche kommen lassen.

So erfährt der Weltfriede durch die Beendigung der südafrikanischen Kämpfe eine neue Befestigung, und der Kulturarbeit eröffnen sich neue große Felder und Aufgaben!

Die Vereinigten Staaten von Australien.

Als vor wenigen Jahrzehnten zuerst ein englischer Staatsmann den Kolonien ein gewisses Maß von Selbst­regierung gewähren wollte, erregte der Versuch tiefe Entrüstung in England. Es bedurfte langer Kämpfe, ehe den Kolonien in Nordamerika die politischen Rechte eingeräumt wurden, deren sie sich heute erfreuen. Und selbst als England sich entschlossen hatte, die Vereinigung seiner nordamerikanischen Besitzungen zu der Dominion of Canada zu sanktionieren, wollte die große Mehrheit des englischen Volkes von der Fortsetzung einer so gewagten Politik nichts hören. Ihre Nachahmung in Australien insbesondere erschien als höchst bedenklich. Häufig genug konnte man die Anficht hören, daß die Herstellung der­artiger kolonialer Bundesstaaten, wie Kanada, nur das Vorspiel der vollständigen Losreißung vom Mutterlande sein werde. Heute wird das Zustandekommen eines austra­lischen Bundes in England als ein Triumph der kolonialen Politik des gegenwärtigen Ministeriums gefeiert, und Chamberlain, der Kolonialminister, als Mehrer und Stärker