Bild 1*. Junge Samoanerin. pua-Blume.
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Abschnitt I.
Die wissenschaftliche Erschliessung von Samoa.
„Es ist wahr, das Leben der Menschen ist, wenn es auch am allerbesten, mit tausend Mühseligkeit umgeben; es ist aber auch wahr, dass wohl das meiste Elend und der grösste Jammer diejenigen zu treffen pflegen, die sich weiten Reisen, besonders aber auf der See anvertrauen müssen.“
Also sagte Karl Friedrich Behrens, ein Mecklenburger von Geburt (1701 geboren), in dem Vorwort seiner Reisebeschreibung 1 . Er war es, der mit als erster auf der Expedition des Admirals
1 Reise durch die Südländer und um die Welt. Frankfurt und Leipzig 1757. S. 156 heisst es: „Denn es war nicht möglich bey unserer Alten Speise länger zu verbleiben, denn das Fleisch war mehrentheils verfaulet und verdorben; man konnte es wegen des Gestankes nicht wohl gemessen; der Stockfisch war so verdorben, dass einem davor grauete, wenn man ihn nur ansalie; die Erbsen kochten sich so hart, dass man selbige anstatt des Hagels gebrauchen kunte; und das Grütze wurde im Kochen blutroth; das Brod war ganz verschimmelt und von Würmern durchgofressen, so dass man unmöglich bey solchen schlechten Proviant das Leben länger erhalten kunte.“ Dies bei Neu-Britannien, nachdem das an Landgehen auf den Samoa-Inseln aus reiner Angst versagt worden war, obgleich die Besatzung sich damals schon in sehr schlechtem Zustande befand. Die Rettung nahte auf Moa, wo Frischfleisch und Gemüse eingchandelt wurde.
A. Krämer, Die Samoa-Inseln.
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