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Bilder aus der Südsee : unter den kannibalischen Stämmen des Bismarck-Archipels / von Heinrich Schnee
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Kapitel XX.

Die wirtschaftliche Entwicklung des Bismarck-Archipels.

Die wirtschaftliche Entwicklung des Bismarck- Archipels stand im Anfang ausschliesslich unter dem Zeichen des Handels. Beginnend mit dem Jahre 1883 begann langsam der Plantagenbau daneben eine Rolle zu spielen, seit Mitte der 90 er Jahre in schnell wach­sendem Masse, so dass er im Anfang des neuen Jahr­hunderts bereits dem Handel den Rang streitig machte. Hand in Hand mit der fortschreitenden Entwicklung des Handels und Plantagenbaues ging ein Anwachsen der weissen Bevölkerung.

Den Hauptgegenstand des Handels bilden Copra, der geschnittene Kern der Kokosnuss, daneben Trepang (Holothurien oder Seewalzen, die in getrocknetem Zu­stande nach China erportiert werden), ferner Schildpatt, Green Snail Shells (Burgosmuscheln), Elfenbeinnüsse (zur Knopffabrikation benutzt) und Perlschalen. Die begehrtesten goldrandigen Perlschalen (Goldlips) kommen allerdings meist in Tiefen vor, welche nur mit Taucher­apparaten erreicht werden können. Seit einigen Jahren ist in den Admiralitätsinseln zur Ausbeute der dort be­findlichen Perlschalenbänke die Perlfischereigesellschaft Hamilton & Wolff tätig, welche mit ca. zwölf kleinen Fahrzeugen die Perlfischerei betreibt.

In den Archipel eingeführt werden europäische Artikel verschiedenster Art, Zeuge, Eisenwaren, Tabak, Konserven usw.