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Bilder aus der Südsee : unter den kannibalischen Stämmen des Bismarck-Archipels / von Heinrich Schnee
Entstehung
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273
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Kapitel XVI.

Einiges über Fauna und Flora.

Von Dr. med. Paul Schnee.

Der Bismarck-Archipel und die Salomonsinseln ge­hören zur australischen Region, welche sich tiergeo­graphisch durch das Fehlen der Säugetiere, mit Aus­nahme der beiden niedrigsten Ordnungen der Beutler und Kloakentiere, charakterisiert. Ausserdem kommen ursprünglich offenbar zugeflogene Fledermäuse, ein­geschleppte Ratten und Mäuse, sowie als Haustiere importierte Hunde und Schweine vor. Letztere sind teilweise venvildert und beleben heute somit scheinbar als wilde Tiere den Urwald in der Nähe der Dörfer.

Auf den Salomonsinseln finden sich zwei eigentüm­liche Mäuse, ein Beuteleichhorn, auf das ich noch unten zurückkomme, mehrere fliegende Hunde, d. h. grosse, fruchtfressende, sowie einige kleine Fledermäuse, die sich, wie die unsrigen, von Insekten nähren. Im Bis­marck-Archipel selbst treten nach Matschie, dessen Angaben ich meiner Zusammenstellung zugrunde lege, noch hinzu eine grosse Ratte, ein Beutelbär, ein kleines Känguruh, sowie ein Borstenbeutler.

Betreffs der Flughunde bemerke ich nur, dass die­selben eine ziemliche Grösse erreichen können. Eunycteris papuana Ptrs., die grösste Art, klaftert bis

Schnee, Südsee, _o