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Das Deutschtum im Ausland / Hermann Weck
Entstehung
Seite
148
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und innerlichste ist. Gerade deshalb erscheint uns der Einbruch -er weißen Rasse in Indien so besonders grausam und ungerecht. Es ist eigentlich kaum zu verstehen, daß ein Volk von dreihundert Millionen Menschen einem anderen botmäßig geworden ist, von dem noch nicht hunderttausend in seinem Lande leben. Die Macht der weißen Rasse, die aus solchen Zahlen spricht, hat jetzt einen gefährlichen Stoß er­halten, und die Bestrebungen, die seit langem im Gange sind so ist von Sän Franzisko aus ein indischer Revolutionsausschuß tätig, werden durch den Ärieg eine wirksame Unterstützung erfahren, tvb Indiens Volk einmal aufflammen wird in seinem tödlichen Haß gegen die fremden Zwingherren? Das sind Fragen, ^er die man kaum sprechen kann. Sie sind unberechenbar wie Gewitter und Stürme, die vom Himmel kommen.

Genug, wenn das Deutschtum erkennt, daß Indien gegenüber zweierlei gilt: es dem Weltverkehr nicht verloren gehen zu lassen, zugleich aber auch seinem Volke eine Freiheit und einen Frieden zu geben, die die Grundlage für das Glück bedeuten. Dabei dürfen wir aber nicht vergessen, daß gerade Inder den Begriff Glück ganz anders verstehen als wir. Uns liegt das Glück im Haben oder im werden jene sehen es im Sein. wir stehen an Besitz und an Willenskraft in der Welt voran, wir finden unser Glück in einem rastlosen Leben der Tat. Das soll uns aber nicht dazu verführen, andere Völker geringer zu achten, weil sie den Wert des Lebens auf anderen wegen in anderen Zielen gefunden haben, und vielleicht kann Europa in Dingen inner­licher Lultur von mancher Lehre asiatischer Weltanschauung mehr empfangen, als es zu geben vermag!

Die Mongolen.

Die mongolische Rasse umfaßt ungefähr den dritten Teil der Mensch­heit. Das gibt zu denken. Man wird dazu vielleicht gelassen sagen, es komme auch hier nicht auf die Zahl an, und auch die gewaltige Menschenmasse der Mongolen bilde für Europa keine Gefahr. Denkt