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Das Deutschtum im Ausland / Hermann Weck
Entstehung
Seite
89
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befindlichen Inseln Malta und Lorsika für die Erhaltung und Aus­breitung des italienischen volkstums tätig. Das Bewußtsein von dem Wert, den die Erhaltung des Volkstums im Auslande hat, ist aber nicht nur in solchen Vereinen entwickelt. Der Italiener hat über­haupt eine besonders starke Anhänglichkeit an seine Heimat und sein Volkstum. Man beobachtet es überall, wie die italienischen Aus­wanderer stets nach ihrem Stammland zurückstreben, und es ist ein Zeichen für das lebendig entwickelte Volksbewußtsein, daß sich in ganz Italien ein Sturm der Entrüstung erhob, als England auf seiner Insel Malta den Schulunterricht der italienisch sprechenden Einwohnerschaft zugunsten der englischen Sprache beeinflussen wollte. Volk, presse und Regierung traten damals so entschieden auf, daß England von der beabsichtigten Neuerung Abstand nahm. wäre es bisher in Deutschland möglich gewesen, daß Volk, presse und Staat einer fremden Macht gegenüber so einmütig für irgendeinen Teil des Auslandsdeutschtums eingegriffen hätten?

Rann man so bei Serbien und Italien allenfalls davon sprechen, daß sie sich zum Lriege gegen das Deutschtum entschlossen haben, um die nochunerlösten" Teile ihres Volkstums ihrer Staatsgemein­schaft einzuverleiben, so fehlt jeder Gesichtspunkt solcher Art bei den andern Völkern und Staaten, die sich gegen uns erhoben haben, und es bleibt bei allen nur das eine gemeinsame Ziel übrig, eine Macht zu vernichten, die sowohl wegen ihrer wirtschaftlichen Erfolge als wegen ihrer sittlichen werte gefährlich und lästig zu werden droht.

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Rußland,

was ist Rußland?

Davon hat man in Deutschland sehr verschiedene Vorstellungen. Den meisten gelten Änute, Schnaps und Rubel als die drei Sinnbilder russischen Wesens, wer längere Zeit in Rußland gelebt hat, pflegt ganz andere Auffassungen mitzubringen. So ergeht es fast jedem, der sich in fremdem Lande eingewöhnt und dort freundschaftliche Be­rg