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Das Deutschtum im Ausland / Hermann Weck
Entstehung
Seite
66
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Die Niederlande.

wie die Quelle, so gehört auch die Mündung des Rheins einem Staate an, der sich vom Deutschen Reiche getrennt hat. Seltsame Fügung, daß ein Strom, der dem deutschen Volke als einer seiner köst­lichsten Besitztümer gilt, an Ursprung und Ende der Staatsgewalt Deutschlands entzogen ist! Sehen wir aber über die staatlichen Grenzen hinweg, so ergibt sich, daß dieser Strom doch rein deutsch ist, denn wie die Rantone der Schweiz, durch die er fließt, kerndeutsch sind, ist auch sein Mündungsland ein unbestrittener Besitz deutschen Volkstums.

In den Niederlanden gibt es keine Brvölkerungssrage. Gegenüber der Einwohnerschaft, die sich zu dem holländischen Stamme rechnet, mag man sie nun ihrer Herkunft nach bezeichnen, wie man will, kommen die im Lande ansässigen Bestandteile fremden Volkstums gar nicht in Betracht. Für das Jahr hat man gegenüber 5788-tzS Nieder­ländern ermittelt:

37334 Reichsdeutsche,

-8 33b Belgier, rb43 Franzosen, r zor Engländer.

In den Niederlanden sitzt also ein geschlossenes Volk, das zwar im Laufe der Zeit eine eigenartige Ausbildung erfahren hat, in allem wesentlichen aber zum Deutschtum gehört. Die Zahl der in Holland ansässigen Reichsdeutschen beträgt etwa nur ein Viertel der Zahl, die wir in der Schweiz finden. Bemerkenswert ist aber, daß sie in ständiger Zunahme begriffen ist, was folgende Aufstellung erweist. In Holland lebten

r§ 75 r Reichsdeutsche

, 8 gg

5, bS 4

37 S 34

Die größte Zahl von Reichsdeutschen findet sich in der Grenzprovin; Limburg, sowie in den beiden Provinzen Süd- und Nordholland. Hier sitzen die Deutschen vor allem in den beiden Haupthafenplätzen Rotter­dam und Amsterdam.