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Das Deutschtum im Ausland / Hermann Weck
Entstehung
Seite
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dessen ragender Gestalt die beiden Säulen der Staatsgewalt dos Deutschtums verkörpert sind:

Macht und Pflicht.

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Sprache.

Auf -er Sprache beruht die Gemeinschaft alles menschlichen Lebens. Rönnten wir uns nicht durch Worte verständigen, so bliebe unser Dasein tierisch. Darum gehört die Sprache auch zu den Grundwerten des Menschen, und sie muß uns heilig sein, wie Glaube und Staat.

Das Deutschtum hat bisher auch in seiner Sprache an einer tief­gehenden Zersplitterung gelitten; aber auch hier zeigt sich schon ein starker Zug zum Zusammenschluß, vorerst hat die Ausbildung einer Linheitssprache sich innerhalb des Deutschen Reiches vollzogen. Zu der Zeit, als Luther die Bibel ins Deutsche übersetzte, gab es noch keine Sprache, die von allen deutschen Stämmen verstanden wurde, und man mußte der Bibel Luthers für manche Gegenden des Reiches besondere Wortverzeichnisse beifügen, in denen Ausdrücke Luthers in dir einzelnen Mundarten übertragen waren. Erst im Laufe der letzten drei Jahr­hunderte hat sich langsam die Sprache entwickelt, die wir heut die deutsche nennen, und die berufen ist, die Linheitssprache des ganzen, Deutschtums zu werden. Diese Sprache ist nicht unbewußt entstanden, nicht aus derVolksseele" hervorgegangen, sondern sie ist das Werk unermüdlicher Arbeit, vor allem der Bibelübersetzung Luthers, der kursächsischen Ranzlei und der deutschen Dichter und Denker. Den Stoff zu all diesen Arbeiten hat natürlich das geliefert, was im Wesen des deutschen Volkes liegt und von der Natur her ihm mitgegeben worden ist. Darin zeigt sich der Unterschied zwischen einer Volkssprache und einer künstlichen Sprache, wie man sie neuerdings verschiedentlich hat gestalten wollen, ohne doch jemals das erreichen zu können, was jahr­tausendelange Arbeit aus vorhandenen Naturanlagen heraus entwickelt hat. Die Auffassung der Sprache als einer aus natürlicher Grundlage herausgewachsenen Lulturtat des Menschen öffnet uns die Möglichkeit,