Glaube,
Staat,
Sprache,
Recht,
Familie,
Arbeit.
An ihnen zeigt sich, wie allem deutschen Wesen in der Welt trotz aller äußeren Verschiedenheiten der innere Zusammenhang unzerstörbar fest gefügt ist. Darum wollen wir zuerst diese gemeinsamen Wurzeln unseres Volkstums betrachten.
Glaube.
Darf man den Begriff des Glaubens überhaupt mit dem eines Volkstums verbinden? Soll nicht gerade hier jeder Mensch gleich gelten, und ist es nicht gerade das Wesen des Glaubens, das allgemein Menschliche zu entwickeln?
Gewiß enthält jeder wahre Glaube eine Richtung zu den gemeinsamen Zielen der Menschheit — sein Ursprung liegt aber doch immer nur in dem einzelnen volkstum.
wir zählen uns zu einer Glaubensgemeinschaft, die ganz Europa und einen großen Teil der übrigen Welt umfaßt, und deren Bekenner nach Hunderten von Millionen zählen, wir sind Christen — aber — wir sind deutsche Christen. Und das deutsch« Christentum ist etwas Eigenes, von dem anderer Völker Grundverschiedenes, wenn wir die wichtigsten Formen der Christenlehre betrachten, werden wir gewahr, wie wenig Gemeinsames im Grunde das Christentum an sich hat, und wie stark und wichtig der Einschlag des Volkstums auch in dem Gebiet des Glaubens ist. Deutsche, Engländer, Franzosen, Italiener, Russen — sie nennen sich alle Christen, haben aber wenig mehr gemeinsam als das Wort. Man findet Unterschiede zwischen ihnen, die kaum geringer sind als die zwischen einem Christen und einem Bekenner Mahomets oder Buddhas. Italien zeigt uns einen den einfachsten
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