Schlußwort.
Mit der so überaus wichtigen Frage der Behandlung der Eingeborenen habe ich meine Darstellungen beendet. Sie sollte den Schlußstein bilden in dem leichten Bau, den ich vor den Augen des Lesers aufgeführt habe, um in ihm jedem, der unser Deutsch-Südwestafrika zu seiner neuen Heimat zu manchen gedenkt, ein Bild der wahren Verhältnisse des Landes zu geben und ihn auf alles vorzubereiten, was ihn hier im Kampf ums Dasein erwartet. Nicht hoch, nicht umfangreich, nicht schwer und massiv konnte der Bau meiner Darstellungen ausfallen, aber ich hoffe, daß er fest und weit genug ist, um dem neu Angekommenen sozusagen die erste Unterkunft zu bieten. Die ersten notwendigen Ratschläge, die erste Anleitung und Orientierung soll man in diesem Buche finden, aber auch vieles, was dem Ansiedler in unserer Kolonie auch für die Dauer nützlich sein kann. Von denjenigen Ansiedlern, die entweder Viehzucht oder Landbau oder beides hier zu ihrer Lebensaufgabe zu machen gedenken, habe ich natürlich allgemeine landwirtschaftliche Kenntnisse in genügendem Maße vorausgesetzt; eine eingehende Schilderung der einzelnen landwirtschaftlichen Betriebe, ein Lehrbuch der Landwirtschaft und Viehzucht sollte und konnte meine Schrift nicht werden, in der ich mir die Aufgabe gestellt hatte, den neu Angekommenen in kurzen Zügen mit allen Verhältnissen seiner neuen Heimat bekannt zu machen. Der mit der praktischen Landwirtschaft Vertraute wird aber, wie ich hoffe, aus den mitgeteilten, zahlreichen Einzelheiten erkennen, daß es mir darauf ankam, ihn auf dasjenige aufmerksam zu machen, was ihm gerade in seinem Beruf neu, oft sogar befremdlich sein wird, weil es so ganz anders ist, als er es in der deutschen Heimat gewohnt war.
Das sei zum Schlüsse nochmals wiederholt: Wer ganz ohne Q-eldmittel sich in unserer Kolonie niederläßt, darf nicht erwarten, schneller als anderswo vorwärts zu kommen. Er muß als Lohnarbeiter