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Der Farmer in Deutsch-Südwest-Afrika : eine Darstellung sämtlicher für den afrikanischen Farmer in Betracht kommenden Erwerbszweige und ein Leitfaden für Anfänger / von Carl Schlettwein
Entstehung
Seite
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V. Teil.

Nebenbeschäftigung des Farmers.

eben der Viehzucht und dem Ackerbau gibt es für den süd­westafrikanischen Farmer noch manche Nebenbeschäftigungen, die teils mit seinem Betriebe Zusammenhängen oder doch ohne große Mühe und besondere Einrichtung mit zum Betriebe heran­gezogen werden können. Ein Farmer, der weiter von der Bahnlinie entfernt im Lande sitzt, muß, um sich die nötigen Gebrauchsgegen­stände auf die Farm zu schaffen, ein Gespann Ochsen und einen Wagen halten. Hat er Familie (oder hat er sich mit einem zweiten Farmer associiert, wie es sehr häufig der Fall ist), so können die Arbeitskräfte geteilt werden, und es ist dann ohne Schädigung des Betriebes möglich, einige Monate lang mit dem Ochsengespann für fremde Leute Fracht zu fahren. Besonders für junge Anfänger ist es eine große Unterstützung, wenn sie, bevor sie aus ihren Vieh­beständen eine Einnahme haben können, irgend eine Erwerbsgelegen­heit finden, durch die sie etwas bares Geld in die Hand bekommen. Besonders vorteilhaft stellen sich die Verhältnisse, wenn sich zwei tüchtige Leute, wie schon gesagt, zusammentun. Sie stecken beide ihr verfügbares Geld in die Farm, schaffen sich Vieh an und arbeiten dann zunächst zusammen, bis der Betrieb soweit im Gange ist, daß er zwei selbständige Wirtschaften ernähren kann. Der eine bleibt auf der Farm und beaufsichtigt das Vieh, während der andere mit dem Gespann Fracht fährt, wenn er nicht etwa vorzieht, ein erlerntes Handwerk auszuüben. Aus meinen früheren Ausführungen war schon zu entnehmen, daß das Frachtfahren ein schweres, mühseliges Leben ist, und daß man, will man Geld damit verdienen und sich vor dem Verlust von Ochsen und sonstigem Material bewahren, bei Tag und