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Togo, die Aufrichtung der deutschen Schutzherrschaft und die Erschließung des Landes / von Georg Trierenberg
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Vierter Teil. Die Erschließungsexpeditionen.

Folgen der Expedi­tionen.

Veran­

lassung.

unter wiederholten Kämpfen, wobei er selbst leicht verwundet wurde, nach Osten und Südosten. Die Lamba, die sich durch Mut und Tapferkeit auszeichneten, bewiesen große Hartnäckigkeit in diesen Gefechten. Sie wälzten im Gebirge Steinblöcke auf die den Hang ersteigende Truppe herab und erschwerten ihr Vorwärts­kommen außerordentlich.

Da Oberleutnant Thierry nicht auf die beiden anderen Expe­ditionen stieß, marschierte er über Nord-Losso nach Süden, vorbei an Kumea (Kumbra), durchzog Kabure und Lama und gelangte Ende Januar 1898 nach Bafilo. Von dort brach er am 1. Februar nach Mangu auf und erwartete den Oberleutnant v. Massow, von dessen Nahen er inzwischen Kunde erhalten hatte, in Dako. Nach dessen Durchzug marschierte er weiter nach Kadjamba und kehrte über Kutja und Tschopowa*) nach Sansane-Mangu zurück.

Das gleichzeitige Erscheinen dieser drei Expeditionen im Transkara-Gebiete und besonders Thierrys Einmarsch von Norden her waren für die Befestigung der deutschen Macht im Hinterlande von großer Bedeutung. Dadurch, daß drei Weiße von verschie­denen Seiten zu gleicher Zeit in ihr Land eingedrungen waren, be­kamen die wilden Stämme jenseits der Kara große Achtung vor der Macht der deutschen Regierung und sandten sehr bald Ge­sandtschaften nach Bassari, welche um Frieden baten und ihre Unterwerfung anzeigten.

29, Streifzug des Oberleutnants d, R, v. Massow nach Konkomba

1898,

Nach dem Feldzuge gegen Konkomba hatten sich fast alle Städte und Ortschaften der Konkomba unterworfen und nach Bas­sari Huldigungsgesandtschaften gesandt. Nur die Tschare, Paboale (Paboni) und Kupone-Leute waren noch nicht erschienen und hat­ten auch trotz mehrfacher Aufforderung die ihnen auferlegten Stra­fen nicht bezahlt. Die Ssanguri-Leute hatten sogar auf eine Auffor­derung, ihre Strafe zu entrichten, sich geweigert, zu kommen und eine förmliche Kriegserklärung geschickt. Die Napari (Nakware) schließlich hatten einige Sansuguhändler, die friedlich zum Natschambamarkt zogen, erschlagen und ihrer Lasten beraubt.

*) Dieser Zug ist auf S. 188 beschrieben.