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Vierter Teil. Die Erschließungsexpeditionen.
Rückkehr nach Kete- Kratschi.
Veran
lassung.
giebigkeit gegenüber den Bassarileuten und stand von der Erfüllung seiner Forderungen ab.
Während der langen Abwesenheit von Kete-Kratschi hatten sich dort zahlreiche Verwaltungsgeschäfte angesammelt, welche ihrer Erledigung harrten und die Rückkehr des Grafen Zech auf seine Station erheischten. Graf Zech marschierte daher nach Beendigung des Stationsbaues in Bassari nach Kete-Kratschi zurück und erreichte es ohne weitere Zwischenfälle am 10. April 1897. Auf der Station traf er mit Dr. Grüner zusammen, der zur Anwerbung von Rekruten und zur Abholung von Patronen und Vorräten in der zweiten Hälfte des Januar 1897 von Sansane-Mangu nach Kete-Kratschi gekommen war (vgl. S. 138/139), und orientierte ihn über die Vorfälle in Bassari und Banjeli.
22. Feldzug gegen Dagomba und Expedition des Oberleutnants d, R. v. Massow und des Dr. Grüner nach Mangu. 1896/97.
Da die politischen Verhältnisse, welche zur Entsendung dieser Expedition führten, früher bereits eingehend dargelegt worden sind (S. 24 und 25), so sei hier nur kurz erwähnt und nachgeholt, daß bereits im Juli 1896 Dr. Grüner zum Stationsleiter von Sansane-Mangu ernannt und ihm befohlen worden war, auf seinem Marsche dorthin die von Kratschi über Bimbila, Jendi nach Mangu führende Karawanenstraße zu öffnen und zu sichern, sowie die freundschaftlichen Beziehungen zu dem Jendi - Oberhäuptling wieder herzustellen. Nachdem Dr, Grüner, unter dessen Leitung bisher die Station Misahöhe stand, dort von dem Forstassessor und Leutnant im Reitenden Feldjägerkorps Plehn abgelöst worden war, hatte er sich Anfang August 1896 von Misahöhe nach Kete- Kratschi begeben und betrieb dort die Vorbereitungen für seine Expedition (Anwerbung von Trägern und Rekruten, ihre Ausbildung und Beschaffung der nötigen Ausrüstung). Angesichts der unsicheren Verhältnisse in Dagomba hatte er zur Durchführung der ihm gestellten Aufgaben bei der Landeshauptmannschaft die Verstärkung seiner Begleittruppe um 20 Soldaten beantragt.
Inzwischen wurden Boten und Träger der Stationen Sansane- Mangu und Kete-Kratschi, welche die Verbindung zwischen beiden Orten aufrecht erhalten sollten, durch die Dagomba abgefangen,