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Bd. 4 (1898) Die Thierwelt Ost-Afrikas und der Nachbargebiete : wirbellose Thiere
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Ant. Collin.

Ende wieder kleiner. Furka kaum vom Stachel unterscheidbar. Zwei Augen. Wimpernde Bauchfläche sehr schmal. Stacheln gekrümmt«; (Stuhlmann). Fundort: Bukoba, 15. April 1892.

III. Nematodes.

Ascaris spiculigera Rud.

Mehrere Exemplare dieser nicht seltenen, lange bekannten Art wurden von Stuhlmann im Pelikan (Pelecanus rufescens Gm.) gefunden.

Fundort: Vitschümbi, SW. Albert-Edward-See.

Ein nur in einem Exemplar vorhandener freilebender Nematode aus dem Victoria-Nyansa musste einstweilen unbestimmt bleiben.

IV. Cestodes.

Eine Cestodenlarve aus Echis sp. (Plerocercus echicola n. sp.)

(Fig. 13, 14.)

t'ig. 13-

Plerocercus echicola n. sp.

mm

>*> J/< . y ;

Fig. 14.

Plerocercus echicola 11. sp. Vorderentle; horizontaler Längsschnitt.

Eine Anzahl dieser den Gattungen Dithyridium Rud. und Piestocystis Dies, nahe stehenden Cestodenlarven wurde im Mesenterium und Peritoneum einer riesigen Echis sp. von Stuhlmann gefunden. Sie gehören der Plerocercus-Form (Braun) an, von welcher Vertreter schon in verschiedenen Reptilien (Lacerta viridis, agilis, croceiy und vivipara) frei in der Leibeshöhle oder in Knötchen der Leber gefunden sind. Die Thiere, sämmtlich mit eingezogenem Scolex, haben eine Länge von 2 1 /23 mm und eine Breite von 2 mm. Aeusserlich zeigt der Plerocercus zahlreiche Querfalten, die am lebenden Thier fehlen und nach Stuhlmann erst bei der Konservirung auftreten sollen. In der Tiefe der Einstülpung finden sich vier Saugnäpfe; Hakenkränze fehlen. Am lebenden Thier konnte Stuhlmann zwei Längskanäle des Exkretionssystems beobachten, welche jedoch auf Schnitten nicht mehr nachweisbar waren. Im Fettkörper der Schlange verursacht der Parasit grosse, mit Gallerte gefüllte Wasserblasen.