Teil eines Werkes 
Bd. 4 (1898) Die Thierwelt Ost-Afrikas und der Nachbargebiete : wirbellose Thiere
Entstehung
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Beschai.te Weichtiuere.

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Ancylus Geoffr.

Schale mützenförmig, nicht spiral gewunden, Spitze nach hinten gerichtet (bei Patella nach vorn). Fühler kurz und stumpf.

Ueber alle Erdtheile verbreitet.

Ancylus cafFer Krauss (Tafel I, Fig. 19a, 19c und I9d.)

Krauss, siidafr. Moll., 1848, S. 70, Taf. 4, Fig. 13. Clessin, Ancylina, S. 36, Taf. 1, Fig. 1820 und Taf. 4, Fig. 11.

Stark konvex, schwach radial gestreift, schwärzlich. Umriss eirund, Spitze stark nach rechts gebogen. Länge zur Breite wie 3 : 2, Höhe zur Länge wie 1 : 2, übereinstimmend nach Stuhlmanns Zeichnung und nach der Figur bei Krauss. Absolute Länge der Schale nach Stuhlmann 4 ä /s mm, nach Krauss 6 mm.

Undussuma im Bach Tararo, 27. Juli 1891, Stuhlmann. Natalland bei Pieter Mauritzburg, Krauss.

A. isseli, Bgt., Moll. nouv. litig., p. 214, pl. 33, Fig. 1318, aus Unter- Aegypten, ist ähnlich, aber verhältnissmässig viel schmaler.

Ancylus stuhlmanni n.

(Tafel I, Fig. 19 und 19b.)

Schale grossentheils flach, aber mit steil sich erhebendem, stumpfem Wirbel, konzentrisch gestreift, dunkel hornbraun. Länge 2,3 mm, Breite reichlich 2 /s der Länge, Höhe 2 /e derselben.

Victoria-Nyansa bei Bussisi, 29. Oktober 1890, Stuhlmann.

Aehnlich dem A. brondeli Bgt., Clessin, Taf. 4, Fig. 6 , aus Algerien.

Taenioglossen.

Wasserathmend. Ein Deckel. Zahnplatten mit nach rückwärts umgebogenem Oberrand, sieben in jeder Ouerreihe der Radula. Geschlechter getrennt.

Ampullaria Lm.

Schale bauchig, kugelig oder längs-eiförmig, rechtsgewunden, mit dunkler, brauner oder grünlicher Schalenhaut, oft mit dunkleren Spiralbändern, die in der Regel im Innern der Mündung noch deutlicher zu sehen sind als an der Aussen- seite der Schale. Schwache Vertikalskulptur und öfters kaum erkennbare Spiral­streifung. Nabel bei den hier behandelten Arten immer vorhanden, aber oft eng, ritzförmig. Mündung ziemlich parallel der Windungsachse, viel über die Hälfte der ganzen Schalenlänge einnehmend, im Ganzen eiförmig, oben durch die Wand des vorletzten Umgangs etwas konkav eingeengt, nahe dem unteren Drittel aip breitesten, Mündungsrand einfach, Columellarrand frei aufsteigend. Deckel der afrikanischen Arten fest, kalkig, konzentrisch gebaut, der ursprüng­liche Kern und der Muskelansatz nahe dem Innenrande.

Zwei lange spitzige Fühler mit den Augen auf einem kurzen Vorsprung an der äusseren Basis derselben; ein zweites Fühlerpaar, kürzer, am Munde. Mantelrand am unteren (vorderen) Ende der Mündung in eine vorstreckbare bewegliche Halbröhre vorspringend, zur Zuleitung von Wasser in die Kiemen-