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Fr. Schaudinn.
4 t. Dactylosphaerium radiosum (Ehrbg.)
Grösse 0,010 mm ohne die etwa vier- bis fünfmal so langen Pseudopodien; die letzteren können korkzieherartig zusammengezogen werden und führen häufig mit ihren Enden lebhaft nutirende Bewegungen aus; einkernig. Fundnotiz: In wenigen Exemplaren, Infusion Bibisande.
Testacea.
5 . Cochliopodium bilimbosuni (Auerbach)
Ebenso, wie bei Amöba verrucosa waren auch bei dieser Form die Individuen der Infusion kleiner als die einheimischen, etwa 0,015 mm durchschnittlich im Durchmesser.
Fundnotiz: Infusion Bibisande.
6. Arcella vulgaris Ehrbg.
Diese Form, die bei uns zu den häufigsten Rhizopoden gehört, scheint in Afrika ebenso gemein zu sein; sie bildet die Hauptmasse der Rhizopoden- schalen in allen Gläsern Dr. Stuhlmann’s.
7. Arcella vulgaris var. angulosa Leidy
Diese Form ist kleiner als die typische A. vulgaris; die dorsale Fläche der Schale ist durch leistenartige Erhabenheiten, die entsprechende Vertiefungen umgrenzen, in regelmässige Felder eingetheilt. Die Schale ist relativ höher als bei A. vulgaris. Diese P'orm habe ich selbst nicht gefunden. Doch liegen drei sorgfältige Zeichnungen Dr. Stuhlmann’s vor, die keinen Zweifel an der Zugehörigkeit zu dieser Varietät lassen.
Bemerkungen Dr. Stuhlmann’s: »Sehr feine Gitterstruktur (der Schale); Farbe leicht horngelb, centrale runde Oeffnung (Mündung); Ränder derselben nicht umgebogen; 2—3 pulsirende (?) Vacuolen; grüne Nahrungskorper (wohl kommensale Algen).«
Fundnotiz: Bukoba, 4. April 1892. Schlamm.
8. Arcella vulgaris var. minuta var nov.
In grossen Mengen fand ich diese Zwergvarietät in ziemlich konstanter Grösse im konservirten Schlamm; stimmt in der Schalenstruktur mit A. vulgaris überein, ebenso in der Form; war stets einkernig und sehr klein. Durchmesser der Schale 0,037 —° 2 5 mm, der Mündung 0,01 — 008 mm; die dunkelbraune Färbung der Schale beweist, dass man es mit einem erwachsenen Thier und nicht mit einem Jugendzustand zu thun hat.
Fundnotiz: Ostafrika.
9 . Arcella discoides Ehrbg.
Diese Form, die von manchen Forschern nur für eine Varietät der A. vulgaris gehalten wird, muss ich auf Grund meiner Zuchtversuche für eine gute Art ansehen. Die Schale ist viel grösser und abgeplatteter als bei A. vulgaris;
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