Teil eines Werkes 
Bd. 4 (1898) Die Thierwelt Ost-Afrikas und der Nachbargebiete : wirbellose Thiere
Entstehung
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«AI'HAEI. Bi.anchard.

bleibt die erste Warze ganz ausserhalb des ersten breiten Längsstreifens; letzterer nimmt die ganze Breite der zweiten, eigenthümlicher Weise zwei Segmental- papillen tragenden Warze ein. Die 3. und 4. Warze haben keine Streifen. Der zweite, schmälere Streif erstreckt sich bloss auf die 5. Hautwarze, welche die äusseren Medianpapillen trägt. Die 6. Warze hat keine Streifen. Der breiteste Streif entspricht den 7. und 8. papillenlosen Warzen; die 7. Warze zeichnet sich dadurch aus, dass sie sehr breit und zweimal unvollkommen ein­geschnitten erscheint. Dann kommt die schmale 9. Warze, welche die inneren Medianpapillen trägt und innerhalb vom breitesten Streifen nach innen zu liegt. Endlich ist auch bei manchen Exemplaren die mediane Linie mit einem schmalen Streifen versehen, welcher kaum die Breite der entsprechenden Warze einnimmt.

Die Seitenlinie soll mehr oder weniger orangegelb sein. Die Bauchfläche ist einfarbig röthlich, jederseits mit einem schwarzen Bande versehen.

Der Körper ist abgeplattet, von gleicher Breite in seiner ganzen Länge, mit Ausnahme der beiden Enden; vorn (Fig. 7) ist er lanzettförmig zugespitzt, hinten (Fig. 8) dagegen abgerundet. Er besteht aus 101 Ringen. Der After liegt hinter dem sehr kleinen letzten Ringe. Der hintere Saugnapf ist rund, klein, und zum grössten Theile vom Körper bedeckt.

Der vordere Saugnapf ist unten, seiner Länge nach, von einer Furche durchzogen (Fig. 7, a); eine solche Furche kommt bei allen Arten der Gattung Limnatis vor, scheint dagegen selten bei den echten Hirudo-Arten zu sein; doch kann man davon ein anderes Beispiel an Hirudo troctina auffinden. Die hintere Lippe wird von der Verschmelzung der Ringe 5 unc ' 6 gebildet, welche öfters an dieser Lippe keine Spur von Trennung mehr zeigen, während sie an der Rückenfläche durchaus deutlich verbleiben. In ähnlicher Weise verhalten sich die Ringe 7 und 8, wie es übrigens die Regel bei Hirudo ist. Der 4. Ring ragt an jedem Ende leicht hervor, in Gestalt eines kleinen Lobus, welcher an eine solche Bildung bei XerobdellaLecomtei und bei einem noch nicht beschriebenen Hirudo aus Aegypten erinnert. Die Kiefer sind klein, ohne Papillen und im Durchschnitt je von 56 Zähnen bewaffnet.

Am hinteren Ende bietet kein Ring Spuren von Trennung oder Ver­schmelzung dar.

Bei einem Individuum aus Mombas hatte an dem XX.XXII. Somiten eine Missbildung der Ringelung stattgefunden, welche in Fig. 9 dargestellt wird.

III. Herpobdellidae.

Dieser Familie kann man heute sechs gut charakterisirte Gattungen zu­rechnen: Trocheta Dutrochet, 1817; Herpobdella de Blainville, 1818 (Nephelis Savigny, 1820); Liostomum Wagler, 1831 (=Centropygus Grube, 1859 = Cylicobdella Grube, 1871); Lumbricobdella Kennel, r886; Dina R. Blanchard, 1892; Orobdella Oka 1895.

Diesen Gattungen muss ich noch eine neue hinzufügen, welche sich durch ganz besondere Eigcnthümlichkeiten auszeichnet. Wegen ihrer nahen Verwandt­schaft mit der Gattung Di na halte ich es für nothwendig, ausdrücklich zu erklären, dass ich sowohl von der Gattung Dina wie von der neuen Gattung Salifa mehrere neue Arten kenne, deren Beschreibung ich in nächster Zeit veröffent­licheil werde. Auf Grund meiner Untersuchungen aller Gattungen dieser umfang-