Part 
Bd. 4 (1898) Die Thierwelt Ost-Afrikas und der Nachbargebiete : wirbellose Thiere
Place and Date of Creation
Page
13
Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
Download single image
 

SÜSSWASSER - OSTRACODF.N.

13

Formen, beborstet. Sie sind dicht behaart und alle Borsten dem Unterrande parallel, nach hinten gerichtet.

Das vorletzte Glied des zweiten Antennenpaares mit zwei langen, glatten Klauen, das letzte Glied mit zwei kürzeren. Maxillarfuss mit rudimentärer Fächerplatte. An ihrer Stelle befinden sich zwei ungleich lange befiederte Borsten. Das erste Fusspaar mit starken sichelförmigen Klauen. Der Fuss des zweiten Fusspaares zangenförmig, mit einer Klaue von der Länge des letzten zangenförmigen Gliedes. Furcalglieder an der Basis cylindrisch erweitert, mit einer Wimper vor der Geisse], die fast zweimal so lang ist, als die cylindrische Erweiterung.

Männchen. Die Schalen des Männchens sind etwas niedriger als die des Weibchens. Das zweite Antennenpaar nur wenig von dem des Weibchens ver­schieden. Die Klauen am letzten und vorletzten Gliede sind etwas stärker und länger und in der unteren Hälfte der Innenkante kurz bewimpert.

Die beiden Greiftaster des männlichen Maxillarfusses voneinander ver­schieden. Der rechtsseitige (Fig. 3,4) vor dem Ende schwach halsartig ein­geschnürt, mit drei stumpfen Zähnen am Endrande und mit einer Borste vor dem Ende der Unterkante. Das Endglied ist breit und massig gebogen. Der linksseitige Greiftaster (Fig. 3, .5) ist schmal, das zweite Glied schmal, sichel­förmig gebogen, mit erweiterter Basis. An der Unterkante zwei kurze Borsten.

Ductus ejaculatorius schmal, mit 14 dicht nebeneinander stehenden Chitin­kränzen. Penis einfach gebaut (Fig. 3, 6), dem der Cypridopsis ähnlich. Vas deferens nach dem Austreten aus dem Chitinrohr zweimal geschlingelt; nachdem es drei spiralige Windungen umschrieben hat, mündet es in ein weites Begattungs­rohr. Der seitliche Anhang schmal, an der Aussenseite eingebuchtet. Der innere Anhang gross, dreieckig.

Fundort: Von Dr. Stuhlmann und Emin Pascha nordöstlich von Tabora (Wembere-Sumpf) im Juni 1892 gesammelt.

III. Gattung: Cypris Müll.

Das zweite Antennenpaar beim Weibchen und Männchen fünfgliederig, mit einem Schwimmborstcnfascikel. Maxillarfuss mit einer Fächerplatte, die von sechs Fiederborsten gebildet wird. Beim Weibchen ist der Taster ein­gliederig, mit drei Borsten endigend, beim Männchen zweigliederig, das zweite Glied als ein Greifhaken ausgebildet.

Das zweite Fusspaar ist am letzten Gliede mit einem zangenförmigen Putzapparate ausgerüstet.

Furcalglieder meistens beiderseits symmetrisch, immer zwei Terminalklauen und vor diesen eine Borste tragend. Hinter den Klauen ist am Hinterrande der Furcalglieder noch eine Borste eingefügt, die bei einigen Untergattungen fehlt.

Die Chitinkränze an dem mittleren Cylinder des Ductus ejaculatorius zahl­reich und dicht nebeneinander gestellt.

Die Eintheilung dieser Gattung in mehrere Untergattungen und einige Gruppen habe ich mit Benutzung meiner früheren Abhandlung über die Ostra- coden Sansibars in dieser Arbeit weiter durchgefühlt.