8 V. Vavra.
Fig. i. Physocypria bullata Vavra
/. Schale in der Seitenlage von der linken Seite,
2. dieselbe in der Rückenansicht (Zeiss obj. A. oc. i. 45:1).
3. Vorderrand der geschlossenen Schale von der rechten Seite.
/ Vorderrand der linken Schale mit der inneren Randlippe (a) und dem pelluciden Cuti- cularsaum (b).
r Vorderrand der rechten Schale mit der Crenulation (Vergr. 350:1).
4. Drei letzten Glieder des Fusses des zweiten Paares (Vergr. 230:1).
5. Ein Furcalglied (Vergr. 230:1).
Der Taster der Mandibeln ist, ähnlich wie bei Cypria, stark entwickelt. Das erste und dritte Glied desselben so verlängert, dass das letzte Glied das Ende des Kaurandes überragt. Taster der Maxillen, wie bei Cypria, ausserordentlich gross.
Der Kieferfuss mit wohlentwickelter Fächerplatte hat sechs Fiederborsten.
Das zweite Fusspaar (Fig. 1, 4) endigt mit kleinem, fast viereckigem Gliede, das zwei ungleiche Borsten trägt; die eine ist zweimal so lang wie die andere. Diese sind nach oben und rückwärts gerichtet; neben denselben entspringt eine vorwärts gerichtete Borste, die fast die Länge der letzten drei Glieder hat.
Furcalglieder stark (Fig. 1, 5), schwach gebogen, die beiden Klauen lang, gekrümmt. Vorderborste sehr kurz, fast dornförmig. Die hintere Borste ist beinahe in der Mitte des Hinterrandes der Furcalglieder befestigt, sehr dünn und von der Länge der Endklaue.
Fundort: Gezogen in Berlin im Sommer 1891 in einigen weiblichen Exemplaren aus trockenem Schlamm, den Dr. Stuhlmann und Emin Pascha aus Ugogo in Ost-Afrika am 3. Juli 1890 schickten.
II. Gattung: CypridopsiS Brady
1868. Cypridopsis, Brady G. St., A Monograph of the recent British Ostracoda. (Trans. Lin. Soc. Vol. XXVI, p. 375.)
Diese Gattung gehört ihrem anatomischen Baue nach in die Gruppe der Gattung Cypris, von der und den übrigen sie hauptsächlich durch ihre rudi-
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