I. Gattung: Oypria Brady
Untergattung: Physocypria Vavra
Die Gattung steht in demselben Verhältnisse zur Gattung Cypria wie Cyprinotus zu Cypris.
Vorder- und Hinterrand der rechten Schale crenulirt, während sie bei der Gattung Cypria glatt sind. Vorder- und Hinterrand der linken Schale breit hyalin gesäumt. Rückenpartie der rechten Schale buckelig aufgedunsen.
Zweites Antennenpaar mit sehr langen Schwimmborsten. Taster der Mandibeln und der Maxillen sehr verlängert und stark entwickelt. Das letzte Glied des zweiten Fusspaares endigt mit zwei kurzen, nach vorwärts gerichteten Borsten und einer langen, nach rückwärts gerichteten Borste. Die Furcalglieder mit einer hinteren Borste in der Mitte des Hinterrandes.
1. Art: Physocypria bullata Vävra (Fig. i. 1-5.)
Länge: 0,74 mm, Höhe der linken Schale: 0,48 mm, Höhe der rechten Schale: 0,55 mm, Breite: 0,35 mm.
Schale (Fig. 1, l) hoch, die grösste Höhe liegt etwas vor der Mitte und gleicht den zwei Dritteln der Länge. Die rechte Schale ist längs des Rückenrandes buckelig aufgedunsen, so dass sie in der Seitenlage die linke Schale stark überragt. Unterrand fast gerade, Vorder- und Hinterrand regelmässig abgerundet.
Der ganze Vorderrand und der hintere untere Winkel der linken Schale mit breitem pelluciden Saume. Rechte Schale längs des Vorder- und Hinter- randes stark crenulirt. Fig. 1,3 stellt den Vorderrand der geschlossenen Schalen von der rechten Seite dar. Bei r sieht man den stark chitinisirten Rand der rechten Schale mit regelmässigen zahnförmigen Vorsprüngen. Die linke Schale (l) ragt mit der Innenlippe (a) weit über die rechte Schale vor und trägt ausserdem noch einen breiten pelluciden Saum (b). Die Schalen sind von weisslicher Farbe, mit sparsamen glänzenden Körnchen besetzt und längs des Vorder-, Unter- und Hinterrandes dichter, an der Fläche der Schalen spärlicher behaart. Das Auge ist sehr gross und glänzend schwarz. In der Rückenansicht (Fig. 1, 2) sind die Schalen verhältnissmässig schmal, die grösste Breite liegt im letzten Drittel.
Das dritte Glied des zweiten Antennenpaares trägt einen Fascikcl von fünf langen Schwimmborsten; das Ende der langen, schwachen Krallen erreicht nur die Mitte der Borsten.