Sammeln und Konserviren der Cladoceren.
Die Wasserflöhe gehören zu den gewöhnlichsten Lebewesen der Seen, Teiche, Tümpel und kommen auch in nicht zu schnell fliessenden Gewässern vor. Sie leben in Seen und Teichen nicht bloss in der Nähe des Ufers, sondern auch an der freien Fläche des Wassers. Fischt man sie am Ufer, so bedient man sich eines Ketschers, dessen Netz aus einer festen Müllergaze besteht. Ich empfehle hierfür eine Maschenweite von 0,3 mm. Man streicht mit dem Ketscher zwischen den -Pflanzen hindurch, am Grunde entlang und auch im freien Wasser hin und erhält so in dem Netze einen Bodensatz, den man in 7oprozentigem Alkohol, der mit 12—15% Glycerin versetzt ist (nach W. Hartwig), konservirt. Da viele Cladoceren Schlammbewohner sind, so rühre man mit dem Ketscher den Boden ein wenig auf und fische nun von dem aufgerührten Schlamme, der ebenso wie vorher angegeben konservirt wird. Aus Gewässern, die eingetrocknet sind, nehme man etwas Schlamm mit und bewahre ihn trocken auf. Er enthält die Dauereier der Cladoceren und anderer Süsswasserbewohiier.
Die entfernt vom Ufer lebenden Wasserflöhe erhält man mit einem Schwebenetz, welches einige Minuten hinter dem Boote hergezogen wird. Man lasse das Netz in verschiedenen Tiefen durch das Wasser streichen.