Systematiseher Theil.
Apidae.
Apis L. Honigbiene.
i. Apis mellifica L.
Apis mellifica Linne, Faun. Suec, p. 421. 1873 ,, „ Gerstäcker, Deckens Reise, p. 313. 1893 „ caffra Kohl, Mittheil. Nathist. Mus. Hamburg X, 2.
Von dieser Art liegen mir Stücke aus sämmtiichen durchforschten Gegenden unseres ostafrikanischen Schutzgebietes vor. In Form und Färbung stimmen sie vollständig überein. Nur bei einzelnen Stücken ist die rothgelbe Färbung an der Basis des zweiten bis vierten Hinterleibsringes fast vollständig geschwunden, dort finden sich alle Uebergänge. Einzelne Individuen erreichen fast die Färbung der A. nigrita, deren Vorhandensein auf dem afrikanischen Kontinente von verschiedenen Stellen nachgewiesen ist. Dies ist für mich ein Beweis mehr von der Richtigkeit der Gerstäcker'schen Anschauung, dass die A.. ligustria, fasciata, adansoni, nigrita etc. höchstens als Varietäten einer Art anzusehen sind. Vorliegende Stücke gehören zur var. adansoni Latr. Ueber die Bauten dieser Honigbienen und über etwaige Verwerthung ihres Honig- und Wachsertrages liegen mir aus Deutsch-Ostafrika keine bestimmten Nachrichten vor. Es ist jedoch anzunehmen, dass in dieser Beziehung hier keine änderen Verhältnisse als in den westlichen Schutzgebieten Kamerun und Togo herrschen. Von dort eingesandte Waben unterscheiden sich in nichts von denen der europäischen Varietät, nur dass ihre Wände etwas dünner waren, was wohl daraus zu erklären ist, dass die Waben sehr oft bebrütet waren; darauf liess nämlich ihr Aussehen und die dunkelbraune Färbung schliessen. Die Bienen wohnen mit Vorliebe in hohlen Baumstämmen und Felsspalten. Sie scheinen sehr angriffs- und stechlustig zu sein, wenn man den Zeitungsberichten glauben soll, nach denen sie die Bemannung eines feuernden Geschützes überfallen hätten.
Melipona III. 1806. Stachellose Honigbiene.
Ueber den Umfang dieser Gattung habe ich in den Sitzungsberichten der Kgl. preuss. Akad. d. Wiss. zu Berlin, physik.-mathem. Klasse 1895, p. 615 ff. des genaueren berichtet.