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Der Feldzug in Portugiesisch-Ostafrika.
Der Kommandeur war mit der Hauptabteilung bis Nangwale gefolgt. Er rückte dann den Ludjenda aufwärts und nahm bei Mtarika Stellung, von wo aus er einige Kompagnien weiter nach Westen, nach Luambala, vorsandte. General Wähle war schon vorher mit seiner Abteilung vom unteren Ludjenda aus den Schiulesifluß aufwärts marschiert nach den Mkulabergen. Dort nahm er nach zweitägiger Einschließung am 8. Dezember die Boma Kundimbo ein, wobei gleichfalls viel Kriegsmaterial erbeutet wurde. Über 30 Portugiesen wurden gefangen, 6 Maschinengewehre und 140000 Patronen, auch 36 Maultiere und etwas Vieh erbeutet, ferner so viel Verpflegung, daß die Abteilung Wähle davon 18 Tage verpflegt werden konnte.
Ende Dezember wurde von Hauptmann Stemmermann mit einer ! Kompagnie die kleine portugiesische Voma Chao genommen. Anfang j Januar 1918 drangen englische Truppen von Britisch-Njassaland aus auf Luambala vor, wo es am 17. Januar zum Gefecht kam. Unsere Verluste waren 5 Askari, 1 Boy tot; 9 Deutsche, 12 Askari, 3 Träger s verwundet; 1 Deutscher vermißt. Der Feind hatte anscheinend ! erhebliche Verluste. Die Regenzeit erschwerte auch in dieser Gegend bald die Kriegführung.
Der Kommandeur nahm mit einem Teil der Truppen sein Quartier während dieser Zeit in Nanungu, östlich von Mtarika, wo die Verpflegungsverhältnisse günstiger waren als am Ludjenda.
Kapitel 22.
Im Lager während der Regenzeit I9I7/I8.
Namunv richteten wir uns, nachdem es allmählich klar ^/wurde, daß mit Zunahme der Regenzeit ein feindliches Vorgehen kaum zu erwarten war, häuslich ein. Die Regenzeit war dort, wo wir uns befanden, im Vergleich zu den meisten Gegenden Deutsch-Ostafrikas, nicht gerade sehr stark. Immerhin genügten die Tropenregen, um sämtliche Niederungen und Senkungen im Gelände unter Wasser zu sehen und umfangreiche Sumpfbildungen hervorzurufen. Nach Angaben von feiten der Wamedo in Namuno und Umgebung sollte die diesjährige Regenzeit ausnahmsweise