Kapitel 16 .
Das Ergebnis der englischen Offensive.
Kämpfe bis Ende 1916.
^^as konzentrische Vorgehen der Feinde von allen Seiten von «^^März/Mai 1916 bis September 1916 hatte zwar nicht zu dem erstrebten Ziel der Vernichtung oder Gefangennahme der deutschen Schutztruppe und der Eroberung der ganzen Kolonie geführt, doch waren unsere beiden Eisenbahnen und etwa V? der Fläche des Schutzgebietes mit ungefähr b/^, der Eingeborenenbevölkeruno in die Hände der Engländer und Belgier gefallen. Der uns verbleibende Teil, hauptsächlich die Gebiete südlich des Rufiji umfassend, war meist dünn bevölkert und infolge häufigen Vorkommens der Tsetsefliege ohne Viehbestände. Auch im übrigen waren diese Gegenden großenteils arm an Nahrungsmitteln. Die überwiegende Fläche des Landes ist von Wäldern bestanden. Diese sowie die vielen Sümpfe erschwerten die militärischen Operationen in hohem Matze. Während der Regenzeit waren solche der Überschwemmungen wegen in manchen Gegenden unmöglich. Malariafieber und andere Tropenkrankheiten sind in diesen Gebieten häufig und bildeten besonders für weitze Truppen eine weitere Erschwerung der Kriegführung. Auch Schlafkrankheit kommt im Süden der Kolonie vor.
Die das Tropenklima ungewohnten südafrikanischen Truppen hatten bereits in dem bisherigen Feldzug erhebliche Verluste durch Krankheiten erlitten. Die Aufstellungen über den Krankenbestand zeigten nach Crowe* im September 1916, datz sich in den Hospitälern in einer Woche 900O Kranke befanden, davon 4090 Weitze und über 200 Offiziere. Die bei den Truppenformationen befindlichen Revier- kranken sind in diese Zahlen nicht eingerechnet. Nach Angabe des Generals Smuts^ wurden zwischen Oktober und Dezember 1916 an 12—15OOO Patienten, meist Fälle von Malaria, aus den englischen Hospitälern und Ambulanzen aus der Zentralbahn fortgeschafft. Auch die Verluste an Pferden wie sonstigen Reit- und Zugtieren waren unter dem Einfluß der Pferdesterbe und der Tsetsekrankheit in den Buschgebieten außerordentlich groß gewesen. Während der beiden
* Vrig. General Crowe, QenersI Zrnnts eampaign in Rast ^krica. London ISIS.
^ Vorwort zu dem vorgenannten Crowe'schen Buch.