204 Vom Beginn der großen engt. Offensive bis zum Verlust der Zentralbahn.
Drahtschutz schließlich nicht mehr möglich war, nachdem alle in der Kolonie vorhandene Drahtgaze in Verwendung genommen war.
Als die Engländer und Belgier im August-September 1916 die Zentralbahn erreichten und unsere Truppe sich nach dem Süden zurückzog, blieben die Frauen und Kinder und sonstigen Nichtkombattanten an den erwähnten Plätzen zurück. Mit Rücksicht aus die Knappheit der Nahrungsmittel im Süden und die sonstigen äußerst ungünstigen Verhältnisse des Gebietes, das uns noch verblieb, hatte ich, wie bereits früher erwähnt, verboten, daß irgendwelche Frauen und Kinder nach dem Süden her Zentralbahn in das uns verbleibende Gebiet abzögen. Diejenigen, die in Tabora blieben, kamen in belgische Kriegsgefangenschaft (s. Kap. 14). Die in Daressalam und Morogoro gebliebenen Frauen und Kinder fielen in englische Hände. Die Engländer ließen sie an diesen Plätzen wohnen, allerdings unter Wegnahme eines Teiles der Häuser zur eigenen Benutzung und gewährten ihnen später eine gewisse monatliche Unterstützung. Das von den Engländern während des Krieges wiederholt den Frauen gegebene Versprechen, sie heimzuschaffen, wurde nicht erfüllt. Auf meine verschiedenen an General Smuts gerichteten Schreiben, auf Grund des 1916 zwischen Deutschland und England geschlossenen Abkommens unsere Frauen und Kinder heimzubefördern, erhielt ich zunächst die Antwort, daß die dafür erforderlichen Schritte eingeleitet seien. Schließlich aber teilte mir der englische Oberbefehlshaber mit, daß infolge der unterschiedslosen Versenkung von Schiffen durch die deutschen U-Bootc die Heimschaffung unserer Frauen sich nicht ermöglichen lasse. So muhten die unter englische Herrschaft gelangten Frauen und Kinder den ganzen Krieg durch im heißen Afrika sitzen. Erst nach dem Waffenstillstand begann der Heimtransport. Vgl. Kap. 27.
Kapitel 14.
Kriegerische Ereignisse im Westteil von März 1916 bis September 1916.
n den anderen Fronten, im Nordwesten, Westen und Südwestc» -^Ides Schutzgebietes, hatte sich im März und in der ersten Hälfte April 1916 wenig ereignet. Das Vorgehen des Feindes begann dort erst in der zweiten Hälfte April bzw. im Mai 1916, nachdem die im