Kriegerische Ereignisse im Westteil von Kciegsanfang bis März ISIS. 99
Seite gezeigt, welchen außerordentlich großen Wert unser Schutzgebiet hat. Er hat uns bewiesen, daß unsere Kolonie es wert ist, daß das Blut deutscher Krieger dafür fließt. Er eröffnet uns aber auch den Ausblick in die Zukunft, daß nach einem ehrenvollen und günstigen Frieden für das Deutsche Reich in der Kolonie noch Entwicklungsmöglichkeiten stecken, die wir bisher noch nicht in dem Maße erkannt hatten."
Die Auszüge genügen, um zu zeigen, wie gut wir zu dieser Zeit standen und wie bei uns allen der feste Wille und Einmütigkeit bestand, unsere herrliche Kolonie mit Ausnutzung aller ihrer Hilfsquellen bis aufs äußerste zu halten.
Kapitel 7.
Kriegerische Ereignisse im Westteil von Kriegsanfang bis März 1916.
A^ei dem Krieg auf den anderen Fronten handelte es sich um <^)weitab liegende Kriegsschauplätze, welche nicht nur von den in den beiden vorigen Kapiteln behandelten Gebieten an der Küste und im Norden, sondern teilweise auch voneinander durch große Entfernungen getrennt waren. Es waren dies im Nordwesten die Ufer des Viktoriasees, welche wieder in dem Süd- und Ostufer mit Muansa und Schirati einerseits, und dem Westufer mit Bukoba andererseits räumlich weit auseinanderliegende Gegenden umfaßten; noch weiter nordwestlich, nur durch wochenlange Märsche vorn Westufer des Viktoriasees oder vom Nordende des Tanganjikasees zu erreichen, die Gebiete am Kiwusee; im Westen der Tanganjikasee; im Süd- Westen die Gegenden zwischen diesem und dem Njassasee, sowie an letzterem See selbst. Da bei den weiten Entfernungen die Ereignisse auf dem einen dieser vier Kriegsschauplätze die aus den anderen nur mittelbar beeinflußten, werden der Übersichtlichkeit wegen die Vorgänge in jedem dieser Gebiete für den ganzen in Frage stehenden Zeitraum, von August 1914 bis März 1916, im Zusammenhange für sich gegeben.
Von Oktober 1915 ab waren die sämtlichen Truppen in den angeführten Gebieten mit Ausnahme der Bezirke Bukoba und
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