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Deutsch-Ostafrika im Weltkriege : wie wir lebten und kämpften / von Heinrich Schnee
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78 Vom Kriegsanfang bis zum Beginn der großen englischen Offensive.

macht bestand aus etwa 360 berittenen ostafrikanischen Schützen, welche aus englischen und burischen Ansiedlern in Britisch-Ostafrika gebildet waren, sowie aus mehreren indischen Kompagnien, ins­gesamt etwa 1500 Mann mit 8 Maschinengewehren und 6 Ge­schützen. Der englische Angriff erfolgte am 3. November gleich­zeitig an der Südfront, Nordostsront und Nordfront der deutschen Stellung. Nach hartnäckigem Kampfe, der ohne Unterbrechung 15^ Stunden dauerte, ging der Feind fluchtartig in der Richtung auf den Erokberg auf englisches Gebiet zurück. Zuerst wurde der von Süden angreifende, aus Reitern bestehende Feind zurückgeschla­gen. Unsere dort freigewordenen Truppen griffen die linke Flanke des dem Zentrum der Abteilung Kraut gegenüberstehenden Gegners an, was den Kampf zu unseren Gunsten entschied.

Der Feind erlitt beträchtliche Verluste. Nach englischen Angaben betrugen sie 19 Tote, 32 Verwundete und 3 Vermißte. Diese Zahlen dürften jedoch zu gering sein, da nach Meldung unserer Truppen bei flüchtiger Fühlung 35 tote Inder und Europäer gesehen wurden und außerdem der Feind mehrere Massengräber hinterließ. Gefangen wurden 1 Engländer und 2 Inder, erbeutet eine Anzahl Reittiere, Gewehre, Munition usw. Unsere eigenen Verluste be­trugen 5 Deutsche (davon 3 Offiziere), 11 Askari gefallen; 5 Deutsche,

19 Askari verwundet.

So wurde auch im Inneren der Angriff des dort an Zahl mehr als doppelt überlegenen Feindes von unseren tapferen Truppen zurückgewiesen. ^

Kapitel 6. ^

Kriegerische Ereignisse im Ostteil von November 1914 f

bis März 1916. ;

O^ach dem völligen Mißlingen des Unternehmens bei Tanga unter- f »>H-ließen die Engländer irgendwelche Landungsversuche an der ost- ^ afrikanischen Küste, bis im Jahre 191b die große Offensive begann. ' Ihre Tätigkeit an der Küste beschränkte sich aus Maßnahmen und >

Unternehmungen der Marine. Die englischen Kriegsschiffe ver- ^

hinderten jeden Schiffsverkehr an der ostafrikanischen Küste. Sie ^