k. Der Lottentottenkrieg.
fO. Die Aäinpfe gegen Simon Aopper und die Unterwerfung
des Cornelius.
auch die Widerstandskraft der Witbois und der ihnen verwandten Stämme durch den Tod des alten Rufers im Streite, Hendrik Witboi, und die hierdurch veranlaßten Waffenstreckungen im wesentlichen gebrochen war, so konnte das mittlere Namaland im ganzen doch noch keineswegs als beruhigt gelten, solange die Manasse- und Simon Kopperleute sowie Cornelius mit seinen Banden noch im Felde standen.
Simon Kopper hatte sich nach dem Gefecht bei Aubes von Hendrik Witboi Simon Kopper getrennt, als dieser vor dem Angriff des Majors v. Estorff in südöstlicher Richtung auswich.^) Dem Kampfe an sich abgeneigt, zog er es vor, in nordöstlicher Richtung Kalahnri. in der Kalahari zu verschwinden, wo er sich vor einem Angriff deutscher Truppen so Oktober 1905 gut wie sicher wußte. Er traf in der Gegend südlich Aminuis**) mit Manasse Noroseb, dem Kapitän von Hoachanas, zusammen, der kurz nach den Kämpfen bei Nanib- kobis***) Hendrik verlassen hatte.
Die Gegend zwischen dem mittleren Nossob und der englischen Grenze ist von zahlreichen, schwer zu überwindenden Dünen durchzogen und stellt eine öde Buschsteppe dar mit sehr wenigen und unzureichenden Wasserstellen, die zudem nur schlechtes, nicist brackiges, stark salpeterhaltiges Wasser liefern. Unter diesen Umständen waren größere Unternehmungen deutscher Abteilungen in diesem Gelände schwer ausführbar und ihre Tätigkeit mußte sich im wesentlichen auf die Besetzung der Wasserstellen beschränken. Hierdurch wurde der Gegner, der einer Wasfenentscheidung auszuweichen suchte, am ehesten zum Kampfe gezwungen, zumal die Tschammas, die ihm bisher zur Löschung seines Durstes gedient hatten, zu dieser Zeit zur Neige gingen, so daß der Feind genötigt war, um sich Wasser zu verschaffen, die besetzten Wasserstellen anzugreifen.
**) Skizze 7. ***) 5. L>eft, Seite 151.
*) 5. Heft, Seite 178.
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