Hlpalmen. Seitdem brauchbare Maschinen und Anlagen eingeführt wurden, hat das Interesse bedeutend zugenommen und sind die Aussichten die allerbesten, besonders da auch der Weltbedarf an vegetabilischen Hlen und Fetten »«limitiert ist. 1912 waren 1650 Im in Reife.
Tabak. 1911 wurden zum Versuch 20 Im bepflanzt, die 1912 auf 160 hinaufgegangen waren, von denen 100 geerntet werden konnten. Es gelang ein Kamerun„deckblatt" herzustellen und in den Markt zu bringen, da für gewöhnliche Tabakkultur sonst infolge zu hoher Herstellungskosten dieser Anbau nicht gelohnt haben würde. Das Deckblatt wird sicher in der Zukunft seinen Weg machen. Die Regierung setzte zur Weiterermutigung Garantiepreise für Mengen von 100 Zentnern Kamerundeckblatt fest.
Kaffee. 1911 waren nur 10 Im bepflanzt, diese Fläche stieg etwas, seitdem man Javasaat von Lotten robustn einführte. Kamerun ist für Kaffee scheinbar ungeeignet und die Aussichten sind keine guten.
Bananen wurden in steigendem Maße als Arbeiternahrung und zum Export gezogen. Darren zur Herstellung von Trockenbananen und Mehl wurden errichtet. 1911 brachte eine bedeutende Ausfuhr- erhöhung (in den ersten drei Monaten wurden über 200 t Trocken- ware verschifft), 1912 fiel jedoch der Export wieder, wahrscheinlich, weil der Markt sich für Bananen nicht besonders aufnahmefähig erwies. Mit der Verschiffung frischer Bananen nach Europa wurden gute Erfahrungen nicht gemacht, man glaubt aber, daß, sobald geeignet eingerichtete Transportdampfer in Dienst gestellt worden sind, die Bananenindustrie vorwärts schreiten wird.
Viehzucht
Viehzucht existierte nur in Kusseri im Norden und in Garua und Adamaua, wo rationelle Pferdezucht, wenig Rinderzucht betrieben wird. In schlechtem Zustande befindet sich die Pferdezucht in Banjo, Bamenda und Aoko. Das Gouvernement beschäftigt sich sehr mit der Einführung einer rationellen Viehzucht in Kamerun, trotz der großen Verbreitung der Tsetsefliege. Wirkliche Rinderzucht der Neger gibt
54