Wolframit. Südöstlich von Klein-Karas und im großen Na- maqualande verbunden mit Chalkopyrit und Molybdanit vorhanden, liegt hier in Pegmatitadern, die den Granit durchziehen. Ferner als radioaktive Masse im Granit bei Ubib und Goagas und in den Pegmatiten der Erongoberge.
Vanadium als Kupfervanadat (Mottramit) wird in Tsumeb und bei Rietfontein gewonnen, Vanadinit liegt im Kupferbleierz von Tsumeb.
Viehzucht
Der für eine Gegend mit großen Viehbeständen so wichtige Zuchtviehimport nach Deutsch-Südwestafrika war infolge von Krankheiten in Deutschland verhindert worden. Der größte Teil der Zucht- und Kreuzungstiere kam deshalb aus der benachbarten Kapprövinz der südafrikanischen Union, von wo die Regierung der Kolonie in ign zyoo Kühe und weibliche Kälber einführte, um sie ohne Entgelt oder unter Kostpreis an die Viehzüchter der nördlichen und südlichen Distrikte abzugeben. Das Defizit dieser Aktion wurde durch die Ergebnisse einer Lotterie gedeckt. Bis zum Jahre ign wurde auch eine sehr große Anzahl Schafe vom Kap importiert; die Zahl des Imports mußte aber vermindert werden, da in Gibeon, Maltahöhe und Rehoboth die Schafspocken auftraten und später die Vieheinfuhr ganz verboten wurde, um die Einschleppung des Ostküstenfiebers zu verhindern. Karakulschafe kamen von Europa, ebenso Wollschafe und Angoraziegen, das Merinoschaf zeigte sich als besonders widerstandsfähig gegen die klimatischen Verhältnisse und die Trockenheit. 1909—1910 wurden Zuchtstrauße von der Kapprovinz bezogen. Alle Zuchtversuche wurden durch Prämien ermuntert und zeigen für die Zukunft ermunternde Resultate. Zuchtvieh konnte stets frei in die Kolonie, eingeführt werden. In den Grasebenen des Nordens wurde das schwarze Steppenrind, in dem klimatisch schwierigeren Süden das widerstandsfähige afrikanische Rotrind angesiedelt. Systematische Zuchtmethoden sind noch nicht bekannt, die Instruktionen des Gouvernements werden meist aus persönlichen Gründen von den Farmern noch nicht allgemein befolgt; weder auf Fleisch noch Milch
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