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Erinnerungen aus meinen Pflanzerjahren in Deutsch-Ost-Afrika / R. Kaundinya
Entstehung
Seite
149
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Möge es uns vergönnt sein, die so jäh unterbrochene Kulturarbeit nach dem Kriege neu aufzunehmen und zur schönsten Entfaltung zu bringen.

Krieg.

Vorerst ist nun das Werk unserer ganzen viel jährigen Kulturarbeit, an dem jeder von uns draußen mit Liebe hing, der Vernichtung preisgegeben.

Der jetzige Krieg mit seinen entsetzlichen Begleit­erscheinungen hat so manches große Kulturwerk in unseren Kolonien zerstört, so manchen in jahrzehntelanger harter zielbewußter Arbeit der Wildnis und Unkultur abgerungenen Erfolg wieder vernichtet, nach und nach die ganze Welt in Mitleidenschaft gezogen und Umwälzungen hervorgebracht, die niemand für möglich gehalten hätte. Der oft voraus­gesagte, meist für phantastische Schwarzseherei erklärte Weltbrand ist zur Tatsache geworden; denn es gibt wohl kein Land mehr auf der Erde, das nicht in irgendeiner Weise durch den Krieg wenigstens indirekt in Mitleiden­schaft gezogen wäre.

Aber das genügt unsern Feinden, die ihn herauf be­schworen haben, noch nicht; es sollen noch immer neue Länder direkt mit hineingezogen werden. Selbst die ent­ferntesten Länder sollen gezwungen werden, uns ohne irgend­welchen triftigen Grund den Krieg zu erklären, nur weil die Deutschen begonnen hatten, sich in der Welt geltend zu machen, auf fremde Länder Einfluß auszuüben und da und dort blühende Kolonialreiche zu errichten.

Man wollte überall die wehrlosen im Bereiche fremder Länder befindlichen Angehörigen Deutschlands und seiner Bundesgenossen vernichten, ihre Schiffe beschlagnahmen und für England nutzbar machen, ihren Handel und Indu­strie lahmlegen und auf alle Zeiten ausschalten, kurz, die