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Erinnerungen aus meinen Pflanzerjahren in Deutsch-Ost-Afrika / R. Kaundinya
Entstehung
Seite
145
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Der Herr Staatssekretär hat auf seiner Reise durch Deutsch-Ost-Afrika den hohen Wert dieser größten und schönsten unserer Kolonien für die ganze Zukunft der deut­schen Volkswirtschaft wohl erkannt und seither wiederholt öffentlich besprochen.

Es steckt dort freilich noch vieles in den Kinderschuhen und große Aufgaben stehen der deutschen Kulturarbeit für später bevor, wenn wir nach dem Kriege unsere Kolonie wieder zurückerhalten.

Zukunftsmöglichkeiten.

Mit den bisher erwähnten Kulturen sind übrigens die Möglichkeiten für Deutsch-Ost-Afrika noch lange nicht er­schöpft.

Je nach der Höhenlage und den Regenverhältnissen sind die Gegenden geeignet für die Kultur von Kaffee, Tee, Kakao, Vanille u. s. f.

Manche Tetse-freie Gegenden sind sehr geeignet für Vieh-, Pferde- und Schafzucht. Ein Farmer ist mir bekannt, der bei Neulangenburg über 2000 Stück Vieh besaß. Jetzt ist auch er in englische Kriegsgefangenschaft geraten.

Der Anbau von Weizen wurde in den Seengegenden von Missionaren in kleinem Stil eingeführt und rasch von den dortigen Eingeborenen auf genommen. Er bildet schon jetzt einen wichtigen Faktor in der Ernährung jener Gegenden, könnte auch noch zu einem Exportartikel nach Deutschland werden. Auch Kartoffelbau, Obstbau und anderes ist längst eingebürgert, vielfach auch unter Eingeborenen.

In tiefergelegenen wasserreichen Gegenden hat der Reis­bau noch eine bedeutende Zukunft.

Die Neger gewöhnen sich mehr und mehr an dies wert­volle Nahrungsmittel, obgleich es bis jetzt nur zum gering-

KLaundinya' Erinnerungen, io