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Erinnerungen aus meinen Pflanzerjahren in Deutsch-Ost-Afrika / R. Kaundinya
Entstehung
Seite
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Gesamtbild.

Es ist hier nicht beabsichtigt, auf alle Einzelheiten einzu­gehen.

Der Versuch, die achtjährige vielseitige Entwicklung einer Pflanzung von der Ausdehnung der Otto-Pflanzung in einer kleinen Broschüre zusammenfassend darzustellen, muß unter allen Umständen Unvollständiges bieten.

Es sollte hier nur in allgemeinen Zügen schlicht und un­gefärbt ein Beispiel eines Betriebes nach Selbsterlebtem an­schaulich vorgeführt werden, damit die in den Kolonien ge­leistete Kulturarbeit auch von solchen Kreisen Deutschlands gewürdigt werden kann, die bisher den Kolonialfragen ver­ständnislos, vielleicht sogar ablehnend gegenüber standen.

Die beigefügten Bilder veranschaulichen durchweg nur Selbserlebtes. Dadurch dürften sie an Beweiskraft ge­winnen.

Es dürfte aus den Erzählungen hervorgehen, daß wir Pflanzer nicht, wie manche Kreise glauben, und wie sogar im deutschen Reichstags schon behauptet wurde, unsere Auf­gabe darin sehen, die Neger zu verdrängen oder möglichst auszunützen, sondern im Gegenteil sie als den wertvollsten Schatz der Kolonie zu betrachten und zu pflegen, daß durch unsere Arbeit und unsere Leistungen, die selbstverständlich in erster Linie einen wirtschaftlichen Nutzen für unser deutsches Vaterland bezwecken, wie durch Vorbild nebenbei auch der Neger kulturell gehoben wird, indem er zur Ord­nung, Pünktlichkeit und zur nützlichen, stetigen Arbeit er­zogen wird. Er wird dadurch wirtschaftlich und moralisch gestärkt, entgegen so manchem, mit dem der Europäer den Eingeborenenbeglückt, und das ihn in seinem ganzen natursittlichen Empfinden unendlich schädigt.

Hauptsächlich sollen diese Ausführungen dazu dienen,