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Erinnerungen aus meinen Pflanzerjahren in Deutsch-Ost-Afrika / R. Kaundinya
Entstehung
Seite
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vorzüglich für Hecken und zum Schutz der Grenzen, selbst gegen Elefanten, welche die stachligen Spitzen der Blätter fürchten.

Die Ausfuhr*) von Sisalhanf betrug im Jahre 1904 [ 001 036 Kilogramm im Werte von 698872 Mark. 1913 20834630 Kilogramm im Werte von 10711 591 Mark.

Sie ist also in zehn Jahren um über das Zwanzigfache an Menge und über das Fünfzehnfache an Wert gestiegen.

Kapok.

Der Kapok- oder Seidenbaumwollbaum eignet sich be­sonders zum Anpflanzen an Straßen, Alleen und Abgren­zungen, aber auch zum plantagenmäßigen Anbau. Er wächst außerordentlich schnell und zu riesigen Dimensionen.

Die Schoten etwa in der Größe von dicken Bananen enthalten eine sehr feine, seidige, aber sehr kurzfaserige Baumwolle, welche wegen ihrer Glätte und Kurzfaserigkeit bisher unvermischt mit Baumwolle, Wolle oder Seide nicht versponnen werden kann; sie wird jedoch in ausgiebigem Maße zur Füllung von Polstern, Kissen usw. verwandt, wo­zu sie sich vorzüglich eignet, weil sie sich nicht klumpt, sondern immer elastisch bleibt. Auch wird sie für Ballons und Luftschiffe verwendet.

Die Kultur macht keine Schwierigkeiten, da der Baum leicht aus Samen zu ziehen ist und rasch emporschießt. Die Ernte ist durch die Höhe des Baumes mit einigen Schwierig­keiten verbunden und der Ertrag bezw. die Einnahme ist nicht groß, jedoch als Nebeneinnahme nicht zu verachten. Es darf wohl angenommen werden, daß bei ausgiebiger Verwendung für Luftschiffballons die Nachfrage und Ver­wertung mit der Zeit steigen wird.

*) Nach Dr. Karstedt, Deutsch-Ost-Afrika, 1914.