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Erinnerungen aus meinen Pflanzerjahren in Deutsch-Ost-Afrika / R. Kaundinya
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dadurch zum Umfallen. Ganze Hektare sind auf diese Weise vernichtet worden.

In großen Beständen kann auch eine Herde wilder Ele­fanten viel Schaden anrichten, indem sie die Äste und Zweige abbrechen, deren Blätter sie fressen, auch ganze Bäumchen ausreißen, um die Wurzelknollen zu fressen.

Auch heimliches Anzapfen zwecks Diebstahls wird auf vielen Pflanzungen durch die Neger betrieben.

Manche Pflanzer schonen deshalb die Löwen, die frei­willige Wächterdienste besorgen und die Schwarzen von nächtlichen Diebstählen abhalten. Einige schonen sogar die Wildschweine, weil diese die Löwen anlocken.

Ein derartiger Fall, in welcher ein Löwe das Wächter­amt und zugleich grausame Strafrichteramt übernahm, er­eignete sich kurz vor dem Kriege auf der Otto-Pflanzung. Eines Morgens fehlte einer der Arbeiter. Im Laufe des Tages fand man in unserem Maisfelde wenige 100 Meter vom Dorfe entfernt seine Überreste, nicht weit entfernt da­von in einem Tuch eine Anzahl Maiskolben. Er war wäh­rend des nächtlichen Maisdiebstahls von Löwen überfallen worden.

Kokospalmen.

Eine sehr große Zukunft für Deutsch-Ost-Afrika hat die Kultur der Kokospalme:

Das ganze Küstengelände bis weit in das Innere hinein ist für sie geeignet. Man nimmt häufig an, daß die Kokos­palme an Seeluft, tiefe Lage und reinen Sandboden gebun­den sei. Das ist unrichtig.

Meeresküstengegenden und stark sandhaltiger Boden sind freilich die geeignetsten; aber in Südindien findet man 400500 Kilometer von der Küste entfernt in Höhenlagen