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Tierleben im Walde.
Je mehr wir von der sogenannten Karawanenstraße ab eine Lichtung in den Wald bahnten, um so häufiger kamen wir auch mit dem afrikanischen Tierleben in Berührung.
Für den einsamen Ansiedler gibt es wohl kein größeres Vergnügen, als sich eine kleine Menagerie anzulegen. Man hat dort auf jedes in der Heimat gewohnte Vergnügen zu verzichten. Verkehr hat man so gut wie keinen. Die paar Leute, die das Schicksal zusammenwirft, finden nicht immer anziehende Berührungspunkte. Man hat außer seiner sehr anstrengenden Arbeit keinerlei Vergnügen oder geistige Anregung; abends, wenn man nicht zu müde ist, allenfalls noch ein bis zwei Stunden Jagd; auch am Sonntag; sonst nur seine Arbeit. Da ist es natürlich, daß man sich mit dem vielgestaltigen Tierleben befaßt. Man gibt sich mit den Tieren ab, gewinnt sie lieb und sammelt allerhand Viehzeug um sich herum.
Jung eingefangene Tierchen, die man beim Roden jeden Tag bekommt, zieht man auf und hat ein herzerfreuendes Vergnügen, wenn sie zahm und zutraulich werden.
Überaus interessant ist das Beobachten der Tierseele; man macht da überraschende Entdeckungen und findet, daß häufig Tiere ein und derselben Gattung durchaus individuell und verschieden in ihrer Natur sind.
Am meisten findet man das bei sogenannten höheren Tieren. Hundsafifen (Paviane) z. B. haben ganz verschiedene Veranlagung; ich möchte fast sagen individuell wie Menschen; Meerkatzen schon weniger. Diese sind auch weniger gelehrig.
Wer sich darauf verlegt, lebende Tiere zu halten, bekommt alles mögliche zusammen. Die Schwarzen bringen sie von allen Seiten her für ein paar Heller: kleine und