Erste Wohnstätten.
Wie früher erwähnt, wurden die Rodearbeiten am Fuß der Berge im flachen Alluvialland, auf dem ein überaus üppiges Pflanzenwachstum zu beobachten war, begonnen und das erste einstweilige Arbeiterdorf dort erstellt. Es war dies notwendig des Zuganges wegen von der Straße Kilossa— Iringa, vor allem aber, um eine größere Fläche für Baumwolle geeigneten Geländes vorzubereiten. Auch nahm die Orientierung über entfernter gelegenes Gelände, wie ebenfalls bereits beschrieben, viel Zeit in Anspruch, während welcher gearbeitet werden mußte.
Bald jedoch machten wir die üble Erfahrung, daß das Flachland infolge vieler Sümpfe und Tümpel ungesund war. Unser europäisches Aufsichtspersonal und die schwarzen Arbeiter lagen oft an Malaria und Dysenterie darnieder.
Deshalb beschlossen wir, sobald eine genügend große Fläche in der Ebene vorbereitet war, um einen ansehnlichen Versuch mit Baumwolle machen zu können, einen schmalen Streifen den Berg hinan zu roden, wo günstigere Wohnstätten für das Arbeiterdorf, den Wirtschaftshof und noch höher für die Beamtenwohnungen ausersehen waren.
Dadurch kamen wir allmählich von der belebten Straße ab in Busch und Waldgegend. Dort entstand bald ein ganz ansehnliches Arbeiterdorf, da die Zahl unserer Arbeiter zunahm und wir nun über ihrer menr als 500 verfügten.
Im neuen Arbeiterdorf wurden mit Maß und Richtschnur Wege und Zwischenräume für die einzelnen Häuser abgesteckt. Bald bekam die Niederlassung ein ordentliches Ansehen, nicht ohne manche Not mit den Negern, die so ganz und gar keinen Sinn für Ordnung und Richtung hatten und mit Vorliebe Häuser mitten über den Weg bauen woll-