größte, den wir hatten, besaß 29 Meter Umfang. Solche auszuroden, kostete gewaltige Anstrengung.
Erst nach einigen Jahren, nach dem in dieser Weise genügend Land vorbereitet war, um die Leistungsfähigkeit des Dampfpfluges voll auszunützen, wozu etwa 500—600 Hektare gehören, konnten wir zu der einfacheren und billigeren Methode übergehen.
Da der Dampfpflug mit der Bearbeitung der wurzelrein gerodeten ersten 500—600 Hektare genügend zu tun hatte, wurden nun die weiteren Felder einige Jahre mit Hackarbeit unter Kultur genommen. Unterdessen verrotteten die Wurzelstumpen; andere werden durch Anlegen von Feuer ausgebrannt, sobald sie genügend trocken sind. Ganz große Bäume werden überhaupt nicht mehr gefällt, sondern durch große Feuer, die um sie herum gelegt und mehrere Tage unterhalten werden, zum Absterben gebracht, bis sie trocken genug sind, um ganz ausgebrannt zu werden.
Wenn dann nach einigen Jahren diese Felder mit dem Dampfpflug bearbeitet werden, findet er nicht mehr so viele Hindernisse.
Arbeitsmethoden und Negerart.
Das Roden des Waldes ist übrigens eine schöne und unterhaltende Arbeit, für den Neger die liebste, die er leistet. Sie wird am besten folgendermaßen organisiert: Ein Trupp Neger geht voraus mit Buschmessern, der das hohe Gras und Dorngebüsch niederzuhacken hat. Ein zweiter Trupp hinterher, gräbt die Wurzeln der kleineren Bäume und des Gebüsches aus, denn sonst würde es in wenigen Wochen nach wachsen. Ihm folgt ein dritter Trupp, welcher die großen Bäume mit Wurzeln ausgräbt und niederlegt und endlich ein vierter, der die umgelegten Bäume in Stücke hackt und aufhäuft. Gleichzeitig wird dann auch das Holz