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Erinnerungen aus meinen Pflanzerjahren in Deutsch-Ost-Afrika / R. Kaundinya
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werden mußte, stand bald fest; denn die Ebene erwies sich als zu ungesund. Der durch Krankheiten bedingte fort­währende Personalwechsel unter unsern Europäern und Far­bigen erschwerte den Betrieb sehr. Die Arbeit durfte aber keine Stockung erleiden.

Rodearbeiten.

In wenigen Wochen, noch vor Beginn der Regenzeit war bereits soviel gerodet und umgegraben, daß in der ersten Pflanzperiode etwa 40 Hektare mit Baumwolle bepflanzt werden konnten. Weitere 100 Hektare waren in Vor­bereitung, um für Bestellung durch den erwarteten Dampf­pflug fertiggestellt zu werden.

Das Ausroden des Waldes für Dampfpflugkultur war eine mächtige Arbeit; denn die sonst übliche Methode im Urwald, daß man die Bäume einfach in Meterhöhe umhaut, ein paar Monate liegen läßt, mit Hilfe des trockenen Grases dazwischen abbrennt, konnte hier nicht angewandt werden; denn zwischen den im Boden bleibenden Baumstümpfen und Wurzeln und herumliegenden großen Stämmen kann ein Dampfpflug unmöglich arbeiten.

Für diesen war es nötig, alle Büsche und auch die größ­ten Bäume mitsamt den Wurzeln auszugraben, in Stücke zu hauen, aufzuhäufen und das Land, was man heißt, vollstän­dig wurzelrein zu klären.

Diese Methode forderte bei den vielen zu bewältigenden Waldriesen mit ihren oft über meterdicken Wurzeln eine enorme Arbeitsleistung, die fünf- bis sechsfach größer war als bei der sonst üblichen Methode des einfachen Fällens und Abbrennens.

Waldbäume mit einem Umfang von 56 Metern waren keine Seltenheit; Affenbrotbäume hatten oft noch mehr; der

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