teilung mit ihrem Mnyampara (Obmann) hatte sich besonders aufzustellen in Reih und Glied, wurde abgezählt und ihre Trägerlasten nachgesehen. Dann ging es in geschlossenem Zug, mit Sang und Klang, wie es der Neger liebt, mit Trommeln und Antilopenhorntrompeten, jede Gruppe mit ihrem Fähnchen voran, die schöne, breit angelegte, auf beiden Seiten mit Kasuarinen bepflanzte Straße von Kondoa bis Kilossa.
Am 8. Oktober morgens 9 Uhr trafen wir ohne jeglichen Unfall und Verlust in Kilossa ein.
Kilossa und erste Anlagen.
Kilossa war damals noch ein kleines Nest, bestehend aus 26 Negerhütten und der sogenannten „Borna“*), dem Sitz des Leiters der Bezirksnebenstelle.
Er hatte den Titel „Sekretär“ und unterstand dem Bezirksamtmann von Mrogoro. Ihm unterstellt war ein deutscher Unteroffizier mit einer halben Kompagnie Askari; das sind Negersoldaten.
Kilossa liegt am Westrand der Mkattasteppe, am Fuß der Usagaraberge, nach welchen der dort einheimische Stamm Wasagara genannt wird. Die Umgegend war durch den Mkondokwafluß, der fast jede Regenzeit sein Bett etwas ändert, stark versumpft und dadurch eine Brutstätte der Anophelesmücke. Infolge dessen herrscht dort viel Malaria.
Der ganze Distrikt war durch den großen Negeraufstand, der dort besondere Ausdehnung gefunden hatte und kaum ein Jahr vorher unterdrückt worden war, stark mitgenommen.
Die Spuren desselben waren noch überall an den verlassenen und verwilderten, bereits mit Dornenbusch und Wald überwachsenen Negerniederlassungen erkenntlich.
*) Boma = Festung, Regierungsgebäude.