bekommen, der mir später sehr zu statten kam. Ich konnte mich über die Arbeitsverhältnisse orientieren, über die Stellung, welche die Deutsch-Ost-Afrikanische Regierung zu dieser wichtigen Frage nahm, die Behandlung der Neger, die Rodearbeiten im afrikanischen Wald, die Lohnverhältnisse, Einrichtung der Arbeiteranwerbung und -Verpflegung usw. Ich sah den Dampfpflug im tiefgründigen schweren Tonboden von Saadani arbeiten und fand bereits im ganzen etwa 250 Hektare mit ägyptischer Baumwolle bepflanzt, die im Vergleich zu dem Stande und Aussehen der Baumwolle, an den ich in Indien gewöhnt war, recht üppig gedieh.
Die wichtigste und wertvollste Entdeckung war die, daß ich trotz dreiundzwanzigjähriger Erfahrung als Tropenpflanzer in vieler Hinsicht in Afrika total umlernen mußte, denn mit Indien ließen sich diese Verhältnisse nicht vergleichen. — Und das war gut, daß ich mir dessen gleich von Anfang an bewußt wurde.
Ausrüstung und Vorbereitung.
Nach Daressalam zurückgekehrt, galt es nun, alles nötige für die Unternehmung bei Kilossa vorzubereiten, daß gleich nach unserem Eintreffen die Arbeit unverzüglich begonnen werden konnte. Da diese in ganz unzivilisierter Gegend mitten im Busch begonnen werden sollte, so war es nötig, eine vollständige Ausrüstung für mehrere Monate zusammenzustellen und mitzunehmen. Es war also nötig, alles was zur Arbeit, Wohnung und zu den Lebensbedürfnissen gehörte, auszudenken; denn einmal dort angelangt, war eine Verbindung mit der Küste mit erheblichen Schwierigkeiten, Kosten und großem Zeitverlust verbunden. Es durfte also nicht das Kleinste vergessen werden. —
Wenn man gewöhnt ist, in zivilisierten Verhältnissen zu