Plan und Entwurf.
Unter solchen Beobachtungen und dem Erlernen der Suahelisprache verging die Zeit, bis am Abend des 25. Juli mein Chef nach Daressalam zurückkehrte. Auf Anraten der Ärzte sollte ^r schnellstens nach Deutschland zurückkehren, schon mit dem am 27. in Zansibar fälligen französischen Dampfer. Wir konnten somit nur einen Tag zusammen sein, der noch zum großen Teil durch Verhandlungen mit dem Gouverneur und den zuständigen Regierungsbeamten ausgefüllt war, so daß unsere Besprechungen auf das Notwendigste beschränkt werden mußten.
Ich erfuhr nun, daß bei Kilossa am Mkondokwafluß ein großes herrenloses Stück Wald- und Buschland ausgewählt worden war, das sich für Baumwollkulturen in hervorragender Weise eignen sollte, insbesondere auch hinsichtlich der Möglichkeit, vom Fluß aus eine Bewässerungsanlage einzurichten.
Mein Chef erklärte, er habe sich entschlossen, dort eine Baumwollplantage einzurichten.
Der vorerst zu erwerbende Komplex solle eine Ausdehnung von etwa 5000 Hektaren haben; das Vorkaufsrecht des angrenzenden Geländes müßte aber Vorbehalten werden, um eventuell später den Betrieb bis zu 20 000 Hektaren ausdehnen zu können.
Die diesbezügliche Eingabe an die Regierung wurde sofort niedergeschrieben und eingereicht. Dann erhielt ich nur noch einige Weisungen in den allgemeinen Grundzügen, nach welchen das Unternehmen in die Wege geleitet werden sollte.
In erster Linie sollte Baumwolle die Hauptkultur sein. Außer ihr war auch die Kultur von Kautschuk und Kokospalmen in Aussicht genommen worden, zu welcher später noch die von Sisalagaven hinzukam.