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Erinnerungen aus meinen Pflanzerjahren in Deutsch-Ost-Afrika / R. Kaundinya
Entstehung
Seite
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hier beifügen, daß ich später häufig angenehm überrascht war von der Gelehrigkeit anfangs stumpfsinniger Neger, sobald sie nur einmal ein paar vernünftige Begriffe richtig erfaßt hatten.

Daressalams Negerbevölkerung.

Ein besonderes Interesse haben für den Fremden die Inder-, Araber- und Negerviertel, die besondere Stadteile für sich bilden. Mir erschien das Negerviertel besonders eigen­artig.

Inder und Araber kannte ich genügend von Indien her. Die Negerpsyche war mir neu; sie interessierte mich be­sonders. Um sie zu studieren, zugleich auch Suaheli zu hören, machte ich häufig in Begleitung von ein oder zwei älteren Afrikanern Wanderungen nach den Negervierteln.

Alsalter Afrikaner zu gelten beanspruchte fast jeder Europäer, der mehr als ein Vierteljahr im Lande war, etwas Suaheli radebrechte und den Trieb hatte, Neuankömmlingen den reichen Schatz seiner Erfahrungen mitzuteilen.

Der erste Eindruck, den wohl fast jeder normal veran­lagte Europäer vom Küstenneger erhält, ist ein abstoßender, geradezu widerlicher. Man sieht so unverhältnismäßig viele häßliche Körperformen, auch unter Männern, noch mehr unter Weibern, auch ganz jungen; dazu Gesichter mit flachem, stupidem, dabei brutal sinnlichem und frechem Aus­druck, verbunden mit in der Tat niedrigen Eigenschaften.

Am empfindlichsten werden die Geruchsnerven getroffen, denn die meisten Neger entwickeln eine Hautausdünstung, die direkt beleidigt.

Auch mir wurde es sehr schwer, mich an die Neger zu gewöhnen, obgleich ich durch langjährigen Aufenthalt in Indien, wo man unter den Arbeiterklassen, den Paria, auch